Auckland
Reiseroute Teil 2 - Neuseeland

Auckland – Zwischen Vulkanen, schwarzem Sandstrand und Abschiedsmomenten

Langsam neigt sich meine Reise dem Ende entgegen und ich mache mich auf den Weg zurück Richtung Auckland. Die Fahrt von der West- zur Ostküste hält noch einmal einige schöne Überraschungen bereit. Immer wieder öffnen sich weite Ausblicke auf grüne Hügellandschaften, kleine Buchten und dichte Wälder. Für einen kurzen Zwischenstopp halte ich im Omeru Reserve, wo ein kleiner Wanderweg durch Farnwald zu zwei versteckten Wasserfällen führt. Noch einmal dieses satte Grün, das Rauschen des Wassers und die Ruhe der Natur aufsaugen.

Omeru Reserve
Omeru Reserve

Te Henga - Bethells Beach

Nachdem das Gepäck schnell in der Unterkunft verstaut ist, zieht es mich direkt weiter an die wilde Westküste zum Bethells Beach. Obwohl Samstagmittag die Sonne scheint, wirkt der riesige schwarze Sandstrand fast verlassen. Die Westküste rund um Auckland ist vulkanischen Ursprungs, weshalb viele Strände hier von dunklem Eisensand geprägt sind rau, weit und beeindruckend schön. Mit einem Flat White vom kleinen Strandcafé setze ich mich in den Sand und genieße einfach den Moment. Meeresrauschen, Möwen, steile Felsen und dieser endlose Horizont. Zum ersten Mal seit Langem habe ich das Gefühl, wirklich still zu sitzen. Ich beantworte Sprachnachrichten, lasse die letzten Wochen Revue passieren und kann kaum glauben, wie viele Eindrücke inzwischen in mir stecken.

Am Abend leuchtet schließlich die Skyline von Auckland in der Ferne auf. Zwischen Hochhäusern, Hafen und dem markanten Sky Tower endet meine Rundreise durch den Norden langsam und irgendwie auch viel zu schnell.

 

Te Henga
Bethells Beach
Bethells Beach

Zwischen Stadtbummel, Meer & Zoo

Nach knapp sieben Wochen heißt es dann tatsächlich Abschied nehmen von Neuseeland und auch mein treuer Mietwagen wird zurückgegeben. Ein komisches Gefühl nach all den Kilometern, den spontanen Stopps und den Stunden voller Musik, Podcasts und Ausblicken.

Umso schöner, die letzten Tage nicht allein zu verbringen. Ich werde unglaublich herzlich bei der Familie eines Arbeitskollegen aufgenommen und verbringe meine verbleibende Zeit zwischen gemütlichen Gesprächen, Stadtbummeln und ehrgeizigen Mario-Kart-Abenden.

Was Auckland so besonders macht, ist dieser Kontrast zwischen Großstadt und Natur. Obwohl hier über ein Drittel aller Neuseeländer lebt, ist das Meer nie weit entfernt. Die Stadt wurde auf mehr als 50 erloschenen Vulkanen erbaut und genau diese grünen Vulkankegel prägen bis heute das Stadtbild.

Besonders schön wird es noch einmal in Devonport. Beim Sonnenuntergang blicken wir von der anderen Hafenseite auf die Skyline, während der Sky Tower langsam zu leuchten beginnt und sich die Silhouetten der vorgelagerten Vulkaninseln im Wasser abzeichnen. Gleichzeitig rauscht direkt neben uns das Meer an den Strand.

Auch die Innenstadt von Auckland entdecke ich ganz bewusst zu Fuß. Nach Wochen voller Roadtrips fühlt es sich schön an, einfach mal ohne Zeitdruck durch die Straßen zu schlendern. Zwischen modernen Hochhäusern, kleinen Parks und viktorianischen Fassaden pulsiert das Leben der größten Stadt Neuseelands und trotzdem wirkt vieles deutlich entspannter als in anderen Millionenstädten. Besonders schnell merke ich, wie sehr die Kaffeekultur hier gelebt wird. Gefühlt an jeder Ecke verstecken sich kleine stylische Cafés, in denen Flat Whites fast schon zur Kunstform gehören. Also ziehe ich von Café zu Café, beobachte das Stadtleben und genieße diese letzten entschleunigten Tage meiner Reise.

Am nächsten Tag wartet noch ein ganz besonderes Highlight auf mich: ein Besuch im Auckland Zoo. Neuseelands Nationaltier, der Kiwi, ist in freier Wildbahn extrem schwer zu entdecken, da die kleinen flugunfähigen Vögel nachtaktiv und sehr scheu sind. Umso spannender ist es, sie hier endlich einmal aus nächster Nähe beobachten zu können. Mit ihrem langen Schnabel und den tapsigen Bewegungen wirken sie fast wie ein kuscheliges Ei auf Stelzen. Zwischen exotischen Pflanzen, Vogelstimmen und den letzten warmen Herbsttagen wird mir immer bewusster, wie vielfältig dieses Land eigentlich ist.

 

Auckland Skyline
Auckland

Weiter geht's - ganz in Ruhe

Selbst am Flughafen von Auckland merkt man noch einmal, wie entspannt vieles in Neuseeland abläuft. Statt hektischer Menschenmengen und nervösem Gedränge leuchten auf den Anzeigetafeln immer wieder kleine Hinweise mit Relax auf, solange das Boarding noch nicht begonnen hat. Genau diese Gelassenheit zieht sich irgendwie durch das ganze Land. Also sitze ich entspannt die letzt Stunde, schaue den Flugzeugen beim Rollen zu und versuche, die letzten Wochen noch einmal Revue passieren zu lassen. Ein ziemlich passender Abschied für eine Reise, die sich oft genau so angefühlt hat: frei, ruhig und voller kleiner besonderer Momente.

Relax Airport

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