Machu Picchu Ausblick Circuit 2a
Reiseroute Teil 6 - Peru

Machu Picchu praktisch: Anreise, Tickets und wichtige Tipps

Machu Picchu ist eines dieser Reiseziele, bei denen ein bisschen Organisation im Vorfeld definitiv nicht schadet. Gerade bei Tickets, Anreise und den verschiedenen Rundgängen kann man schnell den Überblick verlieren. Wir haben uns vor unserer Reise deshalb ebenfalls etwas intensiver mit den Möglichkeiten beschäftigt. Hier kommen unsere wichtigsten Tipps für die Planung.

📍 Höhe

ca. 2.430 m

🏘️ Ausgangspunkt

Aguas Calientes / Machu Picchu Pueblo

🚆 Anreise

Zug, Inka Trail, Salkantay Trek u. a.

🚌 Aufstieg

Bus oder zu Fuß

🎟️ Eintritt

verschiedene Circuits & Ticketkombinationen

🏔️ Bekannter Berg

Huayna Picchu

🌿 Landschaft

Anden, Nebelwald & Amazonas-Einzugsgebiet

🏛️ UNESCO

Weltkultur- und Weltnaturerbe seit 1983

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Wie kommt man nach Machu Picchu?

Der klassische Weg führt über Aguas Calientes bzw. Machu Picchu Pueblo und von dort weiter zur Inkastadt. Wir sind von Ollantaytambo mit dem Panoramazug von PeruRail nach Aguas Calientes gefahren. Alternativ gibt es auch Züge anderer Anbieter wie Inca Rail. Wer lieber wandert, hat allerdings noch ganz andere Möglichkeiten.

Der Inka Trail ist wahrscheinlich die bekannteste Variante. Die mehrtägige Wanderung führt auf historischen Wegen der Inka durch die Anden und endet direkt am Sonnentor von Machu Picchu. Eine weitere beliebte Möglichkeit ist der Salkantay Trek. Die mehrtägige Route führt durch unterschiedliche Landschaften. Von hoch gelegenen Andenpässen über Berglandschaften bis hin zu deutlich wärmeren und feuchteren Regionen. Je nach gebuchter Variante endet die Wanderung in der Umgebung von Machu Picchu beziehungsweise in Aguas Calientes. Wer Machu Picchu als Teil einer längeren Wanderung erleben möchte, hat damit also deutlich mehr Möglichkeiten als nur die Zugfahrt.

Wir sind Peru Rail gefahren und hatten direkt Hin- und Rückfahrt in der Expeditionskategorie gebucht. In der Vistadome Kategorie werden zusätzlich Livemusik, Modenschau und andere Entertainmentformate geboten (Benennung variiert je nach Anbieter).

Muss man mit dem Bus zu Machu Picchu hochfahren?

Nein.

Von Aguas Calientes könnt ihr entweder den Bus nehmen oder den Weg hinauf zur Inkastadt zu Fuß gehen. Wir haben uns für den Bus entschieden, weil wir früh morgens möglichst entspannt am Eingang sein wollten. Der Weg nach oben ist allerdings grundsätzlich auch zu Fuß möglich. Dabei sollte man allerdings nicht unterschätzen, dass es ordentlich bergauf geht. Die Strecke führt über zahlreiche Treppen und ist besonders früh am Morgen oder nach einer mehrtägigen Wanderung durchaus sportlich. Wer Zeit und Lust auf Bewegung hat, kann sich den Bus also sparen.

Aguas Calientes Bushaltestelle
Wanderung Machu Picchu
Bahnhof Aguas Calientes

Wie viele Tickets gibt es für Machu Picchu?

Die Besucherzahlen von Machu Picchu sind reguliert. Deshalb sollte man sich möglichst früh mit dem Ticketkauf beschäftigen, insbesondere wenn ihr zu einer beliebten Reisezeit (Mai- August) unterwegs seid oder einen bestimmten Rundgang beziehungsweise eine zusätzliche Bergwanderung machen möchtet.

Eine Besonderheit: Für Besucher, die kurzfristig buchen möchten, werden in Machu Picchu Pueblo täglich auch 1000 Tickets für den Folgetag vor Ort angeboten. Wir hatten Glück und konnten dank unserer frühen Ankunft noch Tickets für den nächsten Tag ergattern. Für eine Reise, bei der ihr zeitlich wenig flexibel seid, würde ich mich darauf allerdings nicht verlassen.

Welche Machu-Picchu-Tickets gibt es?

Das ist wahrscheinlich einer der Punkte, die bei der Planung am meisten verwirren. Es gibt verschiedene Besucherrouten und Circuits, die unterschiedliche Bereiche der Anlage abdecken. Zusätzlich können bestimmte Tickets mit Wanderungen auf Berge beziehungsweise Aussichtspunkte kombiniert werden.

Ihr solltet euch deshalb vor dem Kauf überlegen:

  • Möchtet ihr möglichst viel von der eigentlichen Inkastadt sehen?
  • Möchtet ihr zusätzlich einen Berg besteigen?
  • Wollt ihr den berühmten klassischen Blick auf Machu Picchu?
  • Wie viel Zeit möchtet ihr vor Ort verbringen?
  • Seid ihr körperlich fit genug für zusätzliche Treppen und Wanderungen?

Wir hatten das Ticket für Circuito 2A.

Für uns war das eine sehr gute Wahl, weil wir damit einen großen Teil der klassischen Machu-Picchu-Anlage erkunden konnten und auch den berühmten Blick über die Terrassen auf die Inkastadt hatten. 


Wichtig: Die verfügbaren Circuits und Ticketkombinationen können sich ändern. Informiert euch deshalb vor der Buchung auf der offiziellen Seite über die aktuell angebotenen Routen.

Was ist der Unterschied zwischen den verschiedenen Circuits?

Die Circuits sind im Grunde unterschiedliche festgelegte Besuchsrouten durch Machu Picchu. Je nach Circuit seht ihr unterschiedliche Bereiche und bekommt unterschiedliche Perspektiven auf die Anlage. Ein Ticket bedeutet deshalb nicht automatisch, dass ihr jede Ecke von Machu Picchu frei erkunden könnt. Das ist ein wichtiger Unterschied zu einem klassischen Museumsbesuch. Ihr folgt einer vorgegebenen Route und könnt bestimmte Bereiche nicht beliebig mehrfach besuchen oder gegen die Laufrichtung zurückgehen.

 

Unser Tipp: Schaut euch vor dem Ticketkauf genau an, welche Route ihr tatsächlich laufen möchtet. Gerade wenn ihr wegen eines bestimmten Fotospots oder einer zusätzlichen Wanderung nach Machu Picchu kommt, lohnt sich ein genauer Blick auf die Ticketbeschreibung.

Kann man Huayna Picchu und Machu Picchu mit demselben Ticket besuchen?

Nicht automatisch. Der Huayna Picchu ist der markante Berg direkt hinter der Inkastadt, den man auf vielen Fotos von Machu Picchu sieht. Für die Besteigung benötigt man eine entsprechende Ticketkombination. Auch andere zusätzliche Wanderungen und Berge werden über separate beziehungsweise kombinierte Ticketvarianten geregelt. Wenn ihr also unbedingt auf einen der Berge möchtet, solltet ihr das bereits bei der Ticketbuchung berücksichtigen.

Machu Picchu Ruinen
Machu Picchu Alpakas
Machu Picchu Circuit 2a

Wie viel Zeit sollte man für Machu Picchu einplanen?

Für Machu Picchu selbst würde ich mindestens einen halben Tag einplanen. Dazu kommt die Anreise nach Aguas Calientes beziehungsweise die Wanderung dorthin. Wir haben deshalb zwei Nächte in Machu Picchu Pueblo verbracht und sind erst am nächsten Morgen zur Inkastadt hinaufgefahren. Das hatte für uns einen großen Vorteil: Wir mussten nicht morgens erst aus Cusco oder dem Heiligen Tal anreisen und konnten entspannt früh vor Ort sein. Wenn ihr Machu Picchu mit einem mehrtägigen Trek verbindet, sieht die Zeitplanung natürlich entsprechend anders aus.

Wann ist die beste Zeit für Machu Picchu?

Machu Picchu liegt in einer sehr feuchten Bergregion. Auch während der trockeneren Monate kann es deshalb jederzeit regnen. Wir hatten tatsächlich unglaubliches Glück: Am Tag vor unserem Besuch schüttete es wie aus Kübeln, am Tag danach ebenfalls. Genau an unserem Besuchstag dagegen strahlte die Sonne. Für die berühmte Aussicht war das natürlich perfekt. Grundsätzlich würde ich bei Machu Picchu aber immer damit rechnen, dass das Wetter schnell umschlagen kann. Eine Regenjacke gehört deshalb meiner Meinung nach ins Gepäck, auch wenn morgens strahlender Sonnenschein angekündigt ist.

Was sollte man für Machu Picchu mitnehmen?

Für unseren Besuch hat sich eine eher kleine und praktische Tasche bewährt.

Auf die Packliste gehören aus meiner Sicht:

  • Wasserflasche
  • Sonnencreme
  • Sonnenbrille
  • Kopfbedeckung
  • leichte Regenjacke
  • festes Schuhwerk
  • etwas zu essen für den Weg bzw. vorher
  • Handy oder Kamera
  • ein kleiner Rucksack

Gerade die Kombination aus intensiver Sonne und feuchtem Bergklima sollte man nicht unterschätzen.

Und natürlich: Nicht zu viel mitnehmen. In Machu Picchu gelten Vorgaben für Gepäck und bestimmte Gegenstände sind nicht erlaubt.

Kann man Machu Picchu ohne geführte Tour besuchen?

Ja.

Wir waren ohne private Führung unterwegs und konnten die Anlage auf eigene Faust erkunden. Eine Führung kann aber interessant sein, wenn ihr möglichst viel über die Geschichte und Bedeutung der einzelnen Gebäude erfahren möchtet. Gerade bei Machu Picchu stehen schließlich viele Mauern, Plätze und Gebäudereste vor euch, deren Funktion sich ohne Hintergrundwissen nicht unbedingt sofort erschließt. Wer sich vorher intensiv mit der Geschichte beschäftigt oder einen Reiseführer beziehungsweise eine gute Audio-Guide-Lösung nutzt, kann aber auch sehr viel selbst entdecken. In Aguas Calientes und auch am Eingang von Machu Picchu stehen viele Guides bereit, die ihre geführten Touren kurzfristig anbieten.

Lohnt sich eine Nacht in Aguas Calientes?

Für uns definitiv.

Gerade weil wir von Ollantaytambo kamen, war eine Übernachtung in Aguas Calientes sehr angenehm. Wir konnten am Nachmittag entspannt ankommen, das Museum besuchen, durch den Ort schlendern und am nächsten Morgen früh Richtung Machu Picchu starten. Wer dagegen mit einem sehr frühen Zug aus dem Heiligen Tal anreist und am selben Tag wieder zurückfährt, kann Machu Picchu auch als Tagesausflug besuchen. Wir fanden die Übernachtung allerdings deutlich entspannter.

Was kostet Machu Picchu?

Die Gesamtkosten hängen stark davon ab, wie ihr anreist, welchen Circuit ihr wählt und ob ihr einen Trek oder zusätzliche Wanderungen bucht.

Zur eigentlichen Eintrittskarte kommen gegebenenfalls:

  • Zugfahrt nach Aguas Calientes
  • Übernachtung
  • Busfahrt zur Inkastadt
  • Rückfahrt
  • gegebenenfalls Führung
  • zusätzliche Kosten für einen mehrtägigen Trek

Gerade der Zug kann einen erheblichen Anteil der Gesamtkosten ausmachen. Wer günstiger reisen möchte, sollte deshalb die verschiedenen Anreisevarianten vergleichen. 

Mein Tipp für die Planung

Wenn Machu Picchu ein großer Höhepunkt eurer Peru-Reise sein soll, würde ich die Planung nicht komplett auf Last Minute setzen.

1. Erst den gewünschten Rundgang auswählen.

Überlegt euch, was ihr in Machu Picchu sehen möchtet.

2. Dann das passende Ticket buchen.

Vor allem bei beliebten Circuit-Kombinationen oder zusätzlichen Bergwanderungen lohnt sich frühes Buchen.

3. Danach die Anreise planen.

Zug, Trek oder eine Kombination aus verschiedenen Möglichkeiten.

4. Eine Nacht in Aguas Calientes einplanen, wenn ihr es entspannt mögt.

So seid ihr am Besuchstag bereits vor Ort.

5. Einen Puffer fürs Wetter lassen.

Machu Picchu liegt in den Bergen. Regen und Wolken können jederzeit dazugehören – und manchmal ist genau das Gegenteil der Fall, wie bei uns.

Denn am Ende hatten wir mit unserem Sonnentag wahrscheinlich mehr Glück, als wir verdient hatten. 🙂

Jetzt bist du vielleicht etwas überrascht wie viel man doch zu bedenken hat. Keine Sorge so ging es mir auch am Anfang! Wenn du lieber deine Zeit anders investieren magst, melde dich gern und ich übernehme die Planung für dich! 

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