Whitsundays & Cairns: Segeln im Inselparadies und Tauchen am Great Barrier Reef
Nach den abwechslungsreichen Tagen an der Gold Coast, in Byron Bay und im grünen Hinterland rund um Tamborine Mountain wartet nun eines der absoluten Highlights jeder Australien-Ostküstenreise. Der Roadtrip entlang der Küste weicht einem neuen Abenteuer: Segeln im tropischen Norden. Mit dem Flugzeug geht es weiter zu den Whitsunday Islands – einem der schönsten Inselparadiese Australiens. Türkisblaues Wasser, puderweiße Strände wie der weltberühmte Whitehaven Beach und unberührte Natur. Was mich dort erwartet: ein Segeltrip zwischen 74 Inseln, Schnorcheln im kristallklaren Wasser und dieses ganz besondere Freiheitsgefühl, das man nur auf dem offenen Meer erlebt.
Whitsundays – Inselparadies & Segelabenteuer
In Airlie Beach angekommen regnet es erst einmal. Bevor der Segelturn startet erkunde ich noch die Gegend bei Shute Harbour und mache eine kleine Wanderung zum Coral Beach (kein Sand – alles nur Korallen) und dem naheliegenden Aussichtspunkt, um einen ersten Blick auf die Whitsunday Inseln zu bekommen. Danach verbringe ich dann zwei Tage auf einem Segelboot – der Siska – zusammen mit einer kleinen Gruppe. Segeln in dieser Kulisse ist einfach etwas ganz Besonderes, auch wenn die Nächte durch den Wellengang ordentlich schaukeln. Ein absolutes Highlight dieser Tour ist der berühmte Whitehaven Beach:
Der Strand zählt zu den schönsten der Welt und besteht zu 98 % aus reinem Silikat-Sand, der so fein ist, dass er beim Laufen fast quietscht. Da wir mit unserem schnellen Boot früh unterwegs sind, erreichen wir den Aussichtspunkt vor den großen Touristenmengen – ein unvergesslicher Moment. Zwischen Schnorchelgängen, Segeln und einfach nur Staunen vergeht die Zeit wie im Flug. Wir sehen tolle Korallenformationen in bunten Farben, Schildkröten und viele tropische Fische.
Cairns, Regenwald & Great Barrier Reef: Mein perfekter Abschluss in Australien
Die letzten Tage meiner Australienreise brechen an – und könnten kaum beeindruckender sein. Zwischen tropischem Regenwald, historischen Bahnstrecken und dem größten Korallenriff der Welt wird dieser Abschnitt zu einem emotionalen Finale. Nach 10 Stunden Busfahrt von Airlie Beach (Whitsundays) nach Cairns bin ich doch noch fitter als gedacht. Die lange Busfahrt glich einer Panoramafahrt entlang der Küstenlinie mit schönen Landschaften im Mix. Angekommen in Cairns spürt man sofort: Hier beginnt ein ganz anderer Teil Australiens. Mit Temperaturen zwischen 32–36 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit ist das Klima deutlich tropischer als im Süden. Cairns liegt im sogenannten „Wet Tropics“-Gebiet, einer der ältesten Regenwaldregionen der Erde, die sogar zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Hier hat man eigentlich nur zwei Optionen:
Abkühlen im Wasser
oder Schatten im Regenwald suchen
Ich entscheide mich für beides – und starte mit einer alten Eisenbahn.
Kuranda Scenic Railway – Panoramafahrt durch den Regenwald
Tag 1 führt mich mit der historischen Kuranda Scenic Railway hinauf nach Kuranda. Die Bahnstrecke wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts gebaut und schlängelt sich durch dichten Regenwald, vorbei an spektakulären Wasserfällen und tiefen Schluchten. Der sonst eher „trockene“ Barron Fall ist nun aufgrund der vielen Regengüsse ein richtiges Spektakel und auch sonst zeigt sich die Strecke abwechslungsreich. Es geht durch viele Tunnel und über spannenede Brücken bis rauf nach Kuranda. Besonders beeindruckend: Immer wieder eröffnen sich weite Ausblicke über Cairns, die Küstenlinie und das Korallenmeer.
Der kleine Ort Kuranda selbst liegt auf einem Plateau im Regenwald und ist bekannt für seine Märkte, Kunsthandwerk und entspannte Atmosphäre – ein starker Kontrast zur Hitze der Küste. Ich entscheide mich für den Walk einem rund um den Ort und muss leider halben Weges umkehren, da der Zyklon doch ordentliche Schäden angerichtet hat.
Great Barrier Reef – Tauchen im größten Korallenriff der Welt
An Tag 2 erfülle ich mir einen lang gehegten Traum: Es geht hinaus zum Great Barrier Reef. Mit dem Boot „Silverswift“ fahren wir mehrere Stunden hinaus ins äußere Riff – dorthin, wo die Korallen besonders intakt und die Farben am intensivsten sind. Ein paar Fakten, die man hier erst richtig begreift:
- Das Great Barrier Reef ist über 2.300 Kilometer lang
- Es besteht aus rund 3.000 einzelnen Riffen
- Und ist das größte lebende Ökosystem der Erde, sogar aus dem All sichtbar
Beim Tauchen fühlt es sich an, als würde man in eine andere Welt eintauchen: Korallen in allen Farben, riesige Fischschwärme, glasklares Wasser – ein Ort, der gleichzeitig beruhigend und überwältigend ist. Und wie es der Zufall will: An Bord treffe ich zwei Mädels von meinem Segeltrip wieder – ein schöner Moment, der zeigt, wie klein die Welt manchmal ist.
Cairns Lagoon & Abschied – Die letzten Stunden in Australien
Meinen letzten Tag verbringe ich ganz bewusst ruhig in Cairns. Die Cairns Esplanade Lagoon ist dabei der perfekte Ort: eine künstlich angelegte Lagune direkt am Meer, da das Baden im Ozean hier aufgrund von Quallen (Stingers) und Strömungen nicht immer sicher ist. Ich schwimme, schreibe Postkarten und lasse die letzten Wochen Revue passieren. Ich genieße einen letzten Flat White im Café Amo, beobachte die Leute um mich herum und lasse die Gedanken sausen, bevor ich ins Hostel zurückkehre und meinen Backpack packe für den nächsten großen Reiseabschnitt.
Fazit: Ein emotionaler Abschluss zwischen Regenwald & Riff
Knapp 8 Wochen Australien liegen hinter mir – voller Kontraste, Abenteuer, toller Gespräche mit Einheimischen und unvergesslicher Momente.
Von:
- pulsierenden Städten wie Adelaide, Melbourne, Sydney & Brisbane
- über endlose Roadtrips an der Great Ocean Road, Sunshine Coast & Gold Coast
- bis hin zu Outback-Abenteuern am Uluru
- und tropischen Inselparadiesen wie den Whitsundays
Und jetzt dieser Abschluss: Regenwald, Great Barrier Reef und das Gefühl, wirklich einmal „alles gesehen“ zu haben, was ich damals in der 7. Klasse in meinem Australien Vortrag ausgearbeitet habe… verrückt! Mit einem lachenden und einem weinenden Auge geht es für mich zum Flughafen.
Australien hat mich sehr beeindruckt & ich hoffe auf ein Wiedersehen!
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