Marina Bay Sands
Reiseroute Teil 5 - Malaysia & Singapur

3 Tage Singapur

Singapur hatte ich vor meiner Reise vor allem als futuristische Metropole mit Wolkenkratzern, perfekt gepflegten Straßen und den berühmten Supertrees von Gardens by the Bay im Kopf. Was mich dann aber mindestens genauso begeistert hat, war eine ganz andere Seite der Stadt: kleine Gassen in Chinatown, bunte Geschäfte, Street Art, Tempel, Hawker Center und jede Menge Geschichte.

Ich habe Singapur drei Tage lang vor allem zu Fuß und mit dem Fahrrad erkundet und dabei schnell gemerkt, dass die Stadt erstaunlich gut zu Fuß funktioniert. Mein Ausgangspunkt war Chinatown. Von hier aus konnte ich viele Sehenswürdigkeiten direkt erlaufen und gleichzeitig immer wieder in die unterschiedlichen Viertel und Geschichten der Stadt eintauchen.

Besonders spannend fand ich dabei den Kontrast: Morgens Kaya Toast in einem einfachen Café an der Ecke, nachmittags zwischen kolonialen Gebäuden und modernen Wolkenkratzern unterwegs und abends ein Cocktail in der wohl bekanntesten Hotelbar.

 

In diesem Beitrag nehme ich dich mit auf meine 3 Tage in Singapur und zeige dir meine persönlichen Highlights, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und einige Tipps für deine eigene Singapur-Reise.

Meine Route auf einen Blick

Für meine drei Tage in Singapur habe ich mich bewusst gegen einen durchgetakteten Sightseeing-Marathon entschieden. Stattdessen habe ich die Stadt größtenteils zu Fuß erkundet und die einzelnen Sehenswürdigkeiten miteinander verbunden.

Tag 1

  • Chinatown und Free Walking Tour
  • Geschichte und Street Art
  • Tempel und Shophouses
  • Hawker Center
  • Spaziergang Richtung Marina Bay
  • Gardens by the Bay am Abend
  • Garden Rhapsody bei Nacht

Tag 2

  • Kaya Toast & Kofi zum Start in den Tag
  • Chinatown zu Fuß weiter erkunden
  • Fort Canning Park
  • Parlament und koloniales Singapur
  • St Andrew’s Cathedral
  • Merlion Park

Tag 3

  • Marina Bay mit dem Fahrrad
  • Gardens by the Bay
  • Singapore River
  • Singapore Sling im Raffles Hotel
  • Atlas Bar

Tag 1 in Singapur: Chinatown, Street Art & Gardens by the Bay

Ich hatte mich für Chinatown als Ausgangspunkt meiner Singapur-Reise entschieden und im Nachhinein war das eine richtig gute Wahl.

Das Viertel ist für mich einer der Orte, an denen man Singapur besonders gut kennenlernen kann. Zwischen den historischen Shophouses, kleinen Gassen, Tempeln und Restaurants bekommt man einen Eindruck davon, wie unterschiedlich die Stadt kulturell geprägt wurde.

Das Viertel geht auf die frühe Stadtplanung Singapurs zurück. 1822 legte Sir Stamford Raffles mit dem sogenannten Jackson Plan Bereiche für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen fest. Der Bereich südlich des Singapore River wurde dabei unter anderem zum chinesischen Viertel. Heute besteht das historische Chinatown aus mehreren Bereichen wie Kreta Ayer, Telok Ayer, Bukit Pasoh und Tanjong Pagar.

Free Walking Tour durch Chinatown

Am ersten Tag habe ich mit einer Free Walking Tour gestartet. Für mich war das eine der besten Möglichkeiten, um einen ersten Überblick über Singapur und vor allem über Chinatown zu bekommen. Statt einfach nur von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu laufen, habe ich dabei viel über die Geschichte des Viertels gelernt. Besonders interessant fand ich, wie eng die Entwicklung Chinatowns mit der Geschichte Singapurs als Handels- und Hafenstadt verbunden ist.

Viele der Gebäude, an denen man heute achtlos vorbeilaufen könnte, erzählen eigentlich ihre eigene Geschichte. Die typischen Shophouses mit ihren schmalen Fassaden und überdachten Gehwegen gehören heute zu den charakteristischen Bildern Singapurs. Gleichzeitig erinnern sie daran, wie dicht besiedelt und teilweise auch problematisch die Lebensbedingungen in Chinatown früher waren. Im 19. Jahrhundert wuchs die chinesische Bevölkerung stark an. Gleichzeitig entstanden Überbevölkerung, schlechte hygienische Bedingungen, Opiumhöhlen, Glücksspiel und andere Probleme. Erst später wurde Chinatown umfassend modernisiert und die historischen Gebäude schließlich unter Denkmalschutz gestellt. Heute wirkt vieles davon fast unwirklich weit entfernt.

Eine Sache aus der Tour ist mir besonders im Gedächtnis geblieben: Man läuft heute durch Straßen, die früher direkt am Meer lagen.

Gerade in der Gegend um Telok Ayer ist das kaum vorstellbar. Die heutige Telok Ayer Street verlief ursprünglich entlang der Küste und war eine wichtige Anlaufstelle für Einwanderer, die auf dem Seeweg nach Singapur kamen.

Durch umfangreiche Landgewinnung wurde die Küstenlinie im Laufe der Zeit immer weiter nach außen verschoben. Die erste große Landgewinnung rund um die Telok Ayer Bay begann bereits im 19. Jahrhundert. Später entstand auf dem aufgeschütteten Land unter anderem das heutige Finanzviertel.

Wenn man heute zwischen Wolkenkratzern durch die Gegend läuft, ist es deshalb schon ziemlich verrückt, sich vorzustellen, dass hier einmal die Küste verlief.

Tempel, Street Art und bunte Shophouses

Chinatown ist aber nicht nur Geschichte. Das Viertel macht vor allem Spaß, weil es so abwechslungsreich ist.

Zwischen den historischen Gebäuden findet man farbenfrohe Street Art, kleine Geschäfte, Restaurants und religiöse Gebäude. Besonders spannend ist, wie unterschiedlichste kulturelle Einflüsse hier aufeinandertreffen.

In der Gegend rund um Telok Ayer liegen beispielsweise chinesische Tempel ebenso wie Moscheen und andere religiöse Gebäude. Die Konzentration verschiedener Religionen und Kulturen zeigt dabei ziemlich gut, wie international Singapur schon in seiner frühen Geschichte war. Mein Tipp: Nicht nur die bekannten Straßen ablaufen, sondern zwischendurch bewusst links und rechts abbiegen. Gerade dort entdeckt man die kleinen Details.

Unterkunft Singapur
Lau Pa Sat
Mural Chinatown
Tempel Chinatown
Häuser Chinatown
Chinatown Finance Distrikt

Hawker Center und Kaya Toast – Essengehen in Singapur

Natürlich gehört zu einer Singapur-Reise auch das Essen.

Eine meiner ersten kulinarischen Erfahrungen war Kaya Toast zum Frühstück. Kaya ist eine süße Kokos-Ei-Marmelade, die zusammen mit Toast und häufig mit Butter serviert wird. Dazu gibt es Kaffee oder Tee.

Für mich war das der perfekte Start in den Tag: unkompliziert, günstig und mitten im normalen Alltag der Stadt.

Auch die Hawker Center gehören für mich unbedingt zu Singapur dazu. Hier findet man eine riesige Auswahl an Gerichten aus unterschiedlichen asiatischen Küchen und das in einer Atmosphäre, die deutlich weniger schick und touristisch ist als viele Restaurants der Stadt.

Gerade wenn du Singapur zum ersten Mal besuchst, würde ich deshalb mindestens einmal bewusst in einem Hawker Center essen.

Gardens by the Bay am Abend

Nach meinem Vormittag in Chinatown bin ich weiter Richtung Marina Bay gelaufen. Und genau hier verändert sich das Stadtbild innerhalb kürzester Zeit. Die historischen Shophouses verschwinden langsam und machen Platz für moderne Architektur, breite Straßen und die berühmte Skyline Singapurs.

Für mich war dieser Wechsel besonders beeindruckend, weil man auf relativ kurzer Strecke gleich mehrere Seiten der Stadt erlebt. Und dann steht man irgendwann vor einem der Wahrzeichen Singapurs: dem Marina Bay Sands.

Am Abend ging es für mich weiter zu den Gardens by the Bay.

Und wenn man Singapur zum ersten Mal besucht, darf dieser Ort meiner Meinung nach nicht fehlen.

Tagsüber sind die futuristischen Supertrees schon beeindruckend. Am Abend werden sie aber noch einmal zu etwas ganz anderem.

Dann beginnt die berühmte Garden Rhapsody, bei der die Supertrees mit Licht und Musik inszeniert werden.

Ich fand die Atmosphäre unglaublich beeindruckend. Zwischen den beleuchteten Bäumen zu stehen, während im Hintergrund die Skyline von Singapur leuchtet, fühlt sich fast ein bisschen unwirklich an.

Mein Tipp: Wenn du die Garden Rhapsody sehen möchtest, plane deinen Besuch so, dass du nicht erst kurz vor Beginn ankommst. Das Areal wird schon knapp eine Stunde vor Beginn ziemlich voll und man setzt sich einfach auf den Boden, um die Show zu genießen. Die Supertree Grove ist auch schon vorher sehenswert und du kannst dir in Ruhe einen guten Platz suchen.

Marina Bay Sands
Gardens by the bay
Show Gardens by the bay

Tag 2 in Singapur: Fort Canning, koloniales Erbe & Merlion

Am zweiten Tag habe ich Singapur wieder größtenteils zu Fuß erkundet.

Diesmal ging es zunächst noch einmal durch Chinatown, bevor ich mich langsam Richtung Fort Canning und zum historischen Zentrum der Stadt bewegte.

Nach der geführten Tour am Vortag wollte ich Chinatown noch einmal ohne Zeitdruck erleben. Und genau dafür eignet sich das Viertel hervorragend.

Während man bei einer Tour vor allem den Erklärungen folgt, fallen einem beim zweiten Besuch plötzlich ganz andere Dinge auf: Fassaden, kleine Details an den Gebäuden, Street Art oder kleine Geschäfte, an denen man am Tag zuvor einfach vorbeigelaufen ist. Ich mag solche zweiten Runden durch ein Viertel sehr gerne, weil man dann nicht mehr versucht, möglichst viel abzuhaken.

Fort Canning Park – Geschichte mitten in der Stadt

Von Chinatown aus bin ich zu Fuß weiter Richtung Fort Canning Park gelaufen. Der grüne Hügel mitten im Stadtzentrum ist ein ziemlich spannender Kontrast zum modernen Singapur. Fort Canning Hill hat eine lange Geschichte, die bis in die Zeit des historischen Temasek zurückreicht. Unter Raffles wurde der Hügel später als Government Hill bezeichnet. 1822 entstand dort außerdem ein botanischer Garten. Später wurde die strategisch günstig gelegene Anhöhe zu einem britischen Fort ausgebaut. Besonders interessant fand ich, dass dieser heute so grüne und ruhige Ort während des Zweiten Weltkriegs eine wichtige militärische Rolle spielte. Auf dem Hügel befand sich unter anderem ein unterirdischer militärischer Komplex. 1942 wurde dort die Entscheidung zur Kapitulation der britischen Truppen gegenüber den Japanern getroffen. Wenn man heute durch den Park läuft, ist von dieser dramatischen Geschichte auf den ersten Blick nicht viel zu spüren. Das macht den Ort für mich so interessant und man hat tolle Aussichten auf die umliegenden Stadtteile.

Vom Parlament zur St Andrew's Cathedral & Merlion

Von Fort Canning ging es für mich weiter Richtung Zentrum. Dabei kommt man an einigen der historischen und kolonial geprägten Gebäude Singapurs vorbei. Besonders spannend fand ich den Kontrast zwischen diesen Gebäuden und der modernen Skyline, die sich immer wieder dazwischen schiebt. Auch die St Andrew’s Cathedral lag auf meiner Route. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie kompakt Singapur ist. Innerhalb weniger Minuten kann sich die Atmosphäre komplett verändern: eben noch tropischer Park, dann koloniale Architektur und kurz darauf wieder Hochhäuser und moderner Großstadttrubel.

Natürlich durfte auch der Merlion nicht fehlen. Die Statue mit Löwenkopf und Fischkörper ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Singapurs und steht direkt an der Marina Bay. Ich würde den Merlion nicht unbedingt als das spektakulärste Highlight der Stadt bezeichnen. Aber wenn man schon einmal in Singapur ist, gehört ein Foto mit dem Wahrzeichen irgendwie dazu. Noch interessanter fand ich persönlich den Blick von dort auf die Skyline. Hier bekommt man einen guten Eindruck davon, wie stark Singapur seine verschiedenen Epochen miteinander verbindet: historische Gebäude, Wasser, moderne Architektur und im Hintergrund die markanten Türme des Marina Bay Sands.

Fort Canning Park Singapur
Merlion Singapur
Singapur Parlament

Tag 3 in Singapur: Mit dem Fahrrad durch Marina Bay

Am dritten Tag wollte ich die Stadt noch einmal aus einer anderen Perspektive erleben. Also habe ich mir ein Leihrad genommen.

Gerade für die Gegend rund um Marina Bay fand ich das richtig praktisch. Man kann größere Strecken zurücklegen, ohne ständig auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen zu sein, und bekommt gleichzeitig noch einmal einen ganz anderen Blick auf die Stadt. Ich bin rund um die Marina Bay und Richtung Gardens by the Bay gefahren und anschließend am Fluss entlang.

Dabei merkt man noch einmal besonders deutlich, wie sehr Wasser und Stadtentwicklung in Singapur miteinander verbunden sind. Der Singapore River war früher eine wichtige Handelsader der Stadt. Besonders Boat Quay war einst ein Zentrum des Handels mit Lagerhäusern und Geschäftshäusern entlang des Flusses. Heute findet man hier Restaurants, Bars und Nachtleben.

Singapur bei Nacht: Der perfekte Abschluss in einer Bar

Nach drei Tagen Sightseeing durfte am Abend natürlich noch etwas anderes als Sehenswürdigkeiten auf dem Programm stehen. Singapur hat eine beeindruckende Barszene und zwei Bars sind mir dabei besonders im Gedächtnis geblieben.

Singapore Sling im Raffles Hotel

Wenn man in Singapur ist, kommt man am Singapore Sling eigentlich kaum vorbei. Also ging es für mich ins berühmte Raffles Hotel und dort in die historische Long Bar.Hier wurde der Singapore Sling 1915 erstmals gemixt und bis heute gehört der Cocktail zu den bekanntesten Getränken der Stadt. Aber mindestens genauso bekannt wie der Cocktail selbst ist eine andere Tradition: Die Erdnussschalen dürfen auf den Boden geworfen werden.

 

Während man sonst überall gelernt hat, bloß keinen Müll auf den Boden zu werfen, gehört es hier tatsächlich zur Tradition, die Schalen einfach fallen zu lassen. Laut Raffles geht dieser Brauch auf die frühen Jahre der Long Bar zurück, als Plantagenbesitzer dort Erdnüsse als Snack bekamen und die Schalen auf den Boden fallen ließen. Und irgendwie fühlt es sich schon ziemlich seltsam an, bewusst etwas auf den Boden zu werfen und dabei genau das Richtige zu tun. Der Singapore Sling selbst war sehr lecker, für mich dabei fast Nebensache.

Atlas Bar mit Great Gatsby Atmosphäre

Danach ging es weiter in die Atlas Bar. Und was soll ich sagen? Diese Bar war für mich eines der unerwarteten Highlights meiner Singapur-Reise. Schon beim Betreten hatte ich das Gefühl, plötzlich in einer anderen Zeit gelandet zu sein. Die Architektur, die hohen Räume, die opulente Einrichtung und die riesige Gin-Sammlung wirken unglaublich beeindruckend. Für mich hätte die Bar genauso gut als Kulisse für The Great Gatsby dienen können. Nach all den modernen Wolkenkratzern und futuristischen Gebäuden war das noch einmal ein komplett anderer Eindruck von Singapur. Wenn du gerne schöne Bars besuchst, würde ich die Atlas Bar deshalb definitiv auf deine Singapur-Liste setzen.

Raffles Hotel
Atlas Bar Singapur

Meine persönlichen Singapur Highlights

  • Chinatown: Das Viertel war für mich der beste Einstieg in Singapur. Geschichte, Street Art, Tempel, Shophouses und Essen liegen hier so dicht beieinander, dass man einfach loslaufen kann.

  • Die Geschichte hinter der Stadt: Besonders spannend fand ich, dass Teile der heutigen Stadt auf ehemaligem Meeresgebiet liegen. Die Landgewinnung hat das Gesicht Singapurs nachhaltig verändert.
  • Gardens by the Bay bei Nacht: Die beleuchteten Supertrees waren für mich definitiv einer der beeindruckendsten Momente.
  • Singapur zu Fuß: Viele Strecken habe ich einfach zu Fuß zurückgelegt. Dadurch bekommt man viel mehr von den unterschiedlichen Vierteln mit.
  • Die Bars: Der Singapore Sling im Raffles Hotel war natürlich ein Klassiker. Die Atlas Bar hat mich dagegen völlig überrascht.
  • Der Kontrast der Stadt: Singapur schafft es, historische Viertel, koloniale Architektur, tropische Natur und futuristische Architektur auf engstem Raum miteinander zu verbinden.

Singapur Reisetipps für 3 Tage

Wo sollte man in Singapur übernachten?

Für meine Reise war Chinatown ein idealer Ausgangspunkt. Von hier aus lassen sich viele Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen und auch die Anbindung an andere Stadtteile ist praktisch. Außerdem hat man direkt vor der Haustür Restaurants, Hawker Center, Cafés und Bars. Wenn du deine Unterkunft suchst, würde ich deshalb nicht ausschließlich nach der Nähe zu Marina Bay Sands schauen. Ein zentral gelegenes Hotel in oder rund um Chinatown kann für eine dreitägige Reise mindestens genauso praktisch sein.

Wie viele Tage sollte man für Singapur einplanen?

Drei Tage sind meiner Meinung nach eine gute Zeit, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu sehen und trotzdem nicht nur von einem Punkt zum nächsten zu hetzen. In drei Tagen kannst du Chinatown, Marina Bay, Gardens by the Bay, Fort Canning und das historische Zentrum miteinander verbinden. Wenn du mehr Zeit hast, würde ich allerdings nicht unbedingt noch mehr Sehenswürdigkeiten auf die Liste setzen. Stattdessen würde ich die einzelnen Viertel entspannter erkunden und mir Zeit für das Essen, Cafés und die Bars nehmen. Singapur eignet sich perfekt in Kombination mit den umliegenden Ländern, wenn du eine längere Rundereise planst.

Von A nach B in Singapur

Ich war überrascht, wie gut sich Singapur zu Fuß erkunden lässt. Gerade Chinatown, Marina Bay und das historische Zentrum lassen sich wunderbar miteinander verbinden. Natürlich können die Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit das Laufen anstrengender machen. Deshalb würde ich größere Strecken gegebenenfalls mit MRT (Tap & Go), Bus oder Fahrrad kombinieren. Für mich war aber gerade das Laufen eine der besten Möglichkeiten, die Stadt kennenzulernen.

Essen in Singapur

Wenn du Singapur besuchst, solltest du unbedingt mindestens einmal in einem Hawker Center essen.

Hier bekommst du nicht nur einen Einblick in die vielfältige Essenskultur der Stadt, und kannst auch viele verschiedene Gerichte ausprobieren. Mein persönlicher Einstieg war Kaya Toast zum Frühstück simpel, süß und für mich eine schöne Erinnerung an den ersten Morgen in Singapur.

Fazit: Singapur – mehr als nur Skyline und Supertrees

Singapur hat mich vor allem durch seine Gegensätze überrascht.

Natürlich sind die Skyline, Marina Bay Sands und Gardens by the Bay beeindruckend. Aber mindestens genauso spannend fand ich die kleinen Gassen von Chinatown, die historischen Shophouses, die Geschichten hinter der ehemaligen Küstenlinie und die vielen unterschiedlichen kulturellen Einflüsse.

Ich mochte es, morgens Kaya Toast zu essen, anschließend durch historische Viertel zu laufen und abends plötzlich zwischen Wolkenkratzern und futuristischer Architektur zu stehen. Und dann gibt es noch diese kleinen Erlebnisse, die eine Reise für mich besonders machen: Erdnussschalen auf dem Boden der Long Bar, ein Singapore Sling im Raffles Hotel oder der Moment, in dem man die Atlas Bar betritt und sich plötzlich wie in einem Film fühlt.

Wenn du Singapur zum ersten Mal besuchst, würde ich deshalb nicht versuchen, möglichst viele Sehenswürdigkeiten abzuhaken. Lass dir Zeit für die Stadt dazwischen. Laufe durch Chinatown, probiere dich durch die Hawker Center, fahre mit dem Fahrrad an der Marina entlang und bleib einfach mal stehen, wenn abends die Supertrees leuchten. Denn genau diese Mischung aus Geschichte, Moderne, Kultur und kleinen Überraschungen hat Singapur für mich so besonders gemacht.

Merlion by night
Chinatown Tempel
Mural Singapur
Atlas Bar

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