Wissenswertes über Sri Lanka
Im Folgenden lernst du unsere Reiseroute und weiteres Wissenswertes über Sri Lanka kennen. Alle einzelnen Etappen sind verlinkt und leiten dich auf einen separaten detaillierten Artikel weiter. Viel Spaß beim Stöbern!
Start einer wundervollen Reise
München, 10.02.2019, 4°C
Um 4.30Uhr klingelt der Wecker, es heißt aufbrechen zum Flughafen außerhalb der Stadt mit der S-Bahn.
Dann startet kurze Zeit später auch schon unsere Maschine und wir fliegen über Doha, wo wir eine Stunde Aufenthalt haben. Danach geht es nochmal knappe 5 Stunden in die Luft und nachts erreichen wir endlich unser Ziel – SRI LANKA!
Der schlichte Flughafen ist schnell durchlaufen und unsere Backpacks sind heile und in einem Stück direkt die ersten auf dem Gepäckband. Die Immigration läuft schnell durch, da wir schon alles vorab beantragt und ausgefüllt hatten. Nun noch zwei Einheimische Simkarten und wir sind bereit für unser Inselabenteuer.
Danushka ist ein netter Taxifahrer welcher von unserer ersten Unterkunft geschickt wurde. Dankend haben wir diesen Service angenommen und lassen uns im TukTuk knappe 1,5 Std durch die Nacht fahren. Ganz geheuer ist uns nicht, alles fremd und so dunkel. Wir sehen im Scheinwerferlicht immer wieder streunernde Hunde, kleine Hütten und viele Palmen. Wir sind glücklich, erleichtert aber auch unendlich erschöpft als wir unsere Unterkunft in Dambulla erreichen. Wir dürfen direkt in unser kleines Zimmer, hängen das Moskitonetz auf und fallen in einen tiefen Schlaf.
Unsere Reiseroute für 16 Tage

Flug München – Doha – Colombo
Taxifahrt nach Dambulla
Dambulla und Sigiriya – 2 Nächte
Kandy – 3 Nächte
Nuwara Eliya und Horton Plains – 2 Nächte
Elefanten Safari Udawalawe – 1 Nacht
Sinharaja Rainforest – 2 Nächte
Strandhopping rund um Walgama, Mirissa, Galle – 5 Tage
Expressbus zum Flughafen Colombo
Andere Länder – Andere Sitten
Während unserer Etappen über diese abwechslungsreiche Insel sind uns immer wieder kulturelle Unterschiede und Lebensweisen begegnet. Genau das sind die kleinen Dinge, die das Reisen um den Globus für mich immer wieder so reizvoll machen. Wie leben die Menschen? Wie sieht ihr Alltag aus? Was macht sich glücklich? Die 23 interessantesten Eigenheiten und alles Wissenswerte über Sri Lanka in kultureller Hinsicht findest du in der folgenden Auflistung.
Zusammenfassung bisheriger Erkenntnisse:
- Mit der rechten Hand essen – kein Besteck
- Dankesagen mit der linken Hand am rechten Arm
- Spicy = sehr spicy
- Eintrittspreise sind verhältnismäßig teuer
- Wundervolle abwechslungsreiche Landschaft, ab Nuwara Eliya wird es richtig kalt nachts
- Schule und Bildung sind sehr wichtig, viele Plakate und Werbung in den Straßen
- Es wird sehr früh morgens aufgestanden
- Es gibt gefühlt nur Gerichte mit Ei
- Viele Inder, Russen und Chinesen trifft man hier beim Backpacken
- Die Züge sind überfüllt mit Touris, Sitzplätze reservieren bringt nichts, weil man sie nicht findet
Weitere Erkenntnisse:
- Viel leckeres Obst – Papaya, Mangos, Ananas
- Erste Busreihe rechts ist für Mönche reserviert
- Liegen am Strand kosten zumeist nichts
- Kontinentales Frühstück = Toast und extrem süße & künstliche Marmelade
- Einheimische wackeln mit dem Kopf wie in der indischen Kultur
- Busse sind kaputt, klapprig mit kitschiger Deko und Mini Buddha Statuen
- Die Busse haben immer einen Begleiter, der während der Fahrt das Geld einsammelt, manche teilen sogar ein Ticket im Gegenzug aus
- An den Stränden werden Frauen öfters angepsrochen, angemacht und angefasst (leider selbst erleben müssen)
Noch weitere Erkenntnisse:
- Müll wird leider überall privat verbrannt und es stinkt entsprechend
- Kühe rennen frei umher auch über befahrene Straßen und am Strand
- Es gibt viele Alkoholshops obwohl die Religion eigentlich den Konsum verbietet
- Viele unserer Wohnzimmerpflanzen wachsen hier in freier Wildbahn
- Die Schäden vom Tsunami sind immernoch zu sehen und unverständlicherweise wird immer noch sehr nah am Wasser gebaut



Ein kurzer Überblick…
Hostels, Hotels, Homestay
Du wirst of auf „Homestay“ treffen was letzendlich nichts anderes als eine Privatunterkunft ist und auf ein Zimmer im Haushalt einer Familie hinausläuft. Einige Homestays vermieten mehrere Zimmer und lassen dich teilweise auch am normalen Familienleben in gewisser Weise teilnehmen.
Wir hatte vorab unsere Route schon grob im Kopf aber spontan dann Aufenthalte verlängert oder gekürzt. Empfehlen kann ich auf jeden Fall vor ab schon Kontakt aufzunehmen und dann vor Ort erst zu zahlen. So hast du die Reservierung und oft schon Telefonnummern und Adressen und bei den Einheimischen kommt das gesamte Geld an. Bei Einreise musst du auch eine Unterkunft/ Zieladresse angeben. Wir hatten durch die Reservierungen oft schon Mailkontakt und konnten somit einen Abholservice vom Flughafen organiseren, was uns Zeit und Nerven sparte.
Einen Unterschied zwischen Hostels und einfachen Hotels konnten wir nicht wahrnehmen, egal wie die Bennenung der Unterkunft war lief es meist auf ein Zimmer für zwei Personen (meist mit eigenem Bad) inklusive Frühstück heraus. Wenn man einen Pool und Klimaanlage möchte zahlt man schon ein wenig drauf und wer auf der Suche nach All-inklusive Angeboten mit höherem Hotelstandard ist wird hauptsächlich an der Südküste fündig.
Wir schliefen in Homestays und einfachen Hotels, die zumeist sehr spährlich eingerichtet waren aber dennoch alles Notwendige besaßen. Handtücher wurden überall geboten, aber auch hier gingen wir auf Nummer sicher und hatten eigene dabei. Eine gute Entscheidung war die Mitnahme von Moskitonetz und Hüttenschlafsack. In den Unterkünften gibt es hauptsächlich Bettlaken zum Zudecken, was an der Küste und im Flachland völlig aussreicht. In den Höhenlagen (um Nuwara Eliya) konnte es nachts sehr frisch werden und Wolldecken standen nur ab und zu zur Verfügung.
Unsere Wäsche konnten wir in so ziemlich jeder Unterkunft für einen Aufpreis waschen und trocknen lassen. Wlan wurde geboten, war aber aufgrund unserer einheimischen Simkarten nicht notwendig und oft schlechter als das eigentliche Netz. Unterwegs machten sich die einheimischen Simkarten besonders bezahlt, denn die Unterkünfte oder empfohlenen Touranbieter waren direkt über Whatsapp zu erreichen.
Sri Lankas Klima ist von zwei Mosunen (NO-Monsun und SW-Monsun) beeinflusst. Doch lässt sich sagen, dass man ganzjährig hier her reisen kann und immer einen Flecken mit Sonne findet. Vor allem zwischen November und März ist es in den südlichen und westlichen Inselteilen vorrangig trocken und warm. Wir waren im Februar/ März vor Ort und hatten somit für unsere Route das Ende der Hauptsaison gewählt. Allerdings ist man im Gebirge nie vor Regen und Nebel sicher, sodass wir hier hohe Temperaturschwankungen zwischen unseren Reiseetappen hatten und Gebrauch von Fleece- und Regenjacke machten.
Anreise & unterwegs auf Sri Lanka
Man kann von mehreren deutschen Flughäfen mit einem Zwischenstopp in Dubai oder Qatar binnen 10- 12 Stunden Flugzeit nach Sri Lanka gelangen. Je nach Airline und Anschlussflug hat man zwischen mehrere Stunden Aufenthalt. Wir hatten auf dem Rückweg knappe 7 Stunden Aufenthalt am Flughafen von Doha und nutzten die Schlafräume vor Ort.
Sri Lanka ist vor allem bekannt für seine Bahnfahrten durch die malerischen Teeplantangen und das Hochland. So nutzten auch wir die Bahn für die Panoramastrecke zwischen Kandy – Nano Oya – Ella. Die Bahnen sind sehr alt und einen wirklichen Unterschied zwischen erster und zweiter Klasse konnten wir nicht ausmachen. Es war viel zu voll um auch nur in die Nähe seines reservierten Sitzplatzes zu kommen. Aufgrund der wenigen Bahnstrecken und Züge sind die Zeiten sehr zuverlässig eingehalten worden. Tickets konnte man direkt am Schalter am jeweiligen Bahnhof bekommen. Wir kauften in Kandy direkt für beide Strecken ein um auf Nummer sicher zu gehen. Die Luft ist stickig und Platz nur ganz wenig, sodass bequeme Schuhe und die Nähe zu einem Fenster oder Wagontür unbezahlbar sind. Toiletten haben wir nicht an Bord gesehen. Einheimische verkauften oft Obst und Getränke sowie kleine Süßigkeiten während sie durch den Zug liefen.
Die Busse sind klapprig, ohne jeglichen Komfort und haben enge Sitzreihen. Wild dekoriert und oft mit lauter Musik rasen sie zwischen den Orten hin und her. Und dennoch ist man so nah am alltäglichen Leben der Einheimsichen und kommt für wenig Geld sehr weit. Fahrpläne sind nicht zwingend verlässlig aber wir mussten feststellen, dass man nie lange wartete bis sich die nächste Gelegenheit ergab in einen Bus zu steigen. Die Fahrtrichtung steht vorne am Bus und die meisten Busfahrer verstehen auch ein wenig Englisch wenn man nach dem Zielort fragt. Der Busbegleiter sammelt während der Fahrt dann das Ticketgeld ein und stellt manchmal auch ein Papierticket aus. Wir hatten das Gefühl, dass die Preise sehr willkürlich gewählt worden. Bei langen Strecken werden Pausen am Straßenrand eingelegt, Haltestellen teilweise angekündigt. Per GPS haben wir uns immer wieder selbst versichert wo wir eigentlich waren. Die erste Reihe rechts im Bus ist für Mönche reserviert.
Ansonsten bedient man sich für Kurzstrecken des TukTuk. Überall wird gehupt und verhandelt, um für Fahrten mit den kleinen rollenden Kästen zu werben. Mit zwei großen Backpacks kann es sehr schnell eng werden und man sollte unbedingt vor der Fahrt den Preis fest aushandeln. Wir mussten oft diskutieren und klar sagen was verhandelt wurde, was anfangs noch Spaß machte aber irgendwann anstrengend wurde. Rollervermietungen haben wir hauptsächlich an der Südküste gesehen.
Oft werden auch Taxifahrten mit eingenem Fahrer von den Unterkünften angeboten, haben wir so aber nie in Anspruch genommen.
Auf/an der Straße gab es allerlei Verkaufstände mit Obst und warmen Gerichten. Zu meist haben wir dort gegessen wo es eine Art von Speisekarte gab, da sonst die Verständigung schwer fiel. Fast alle Gerichte sind mit Ei und schärfer als gedacht. Lokale Gerichte wie Egghopper, Kottu Roti und diverse Curry sollte man unbedingt mal probiert haben.
Supermärkte waren in den Orten immer zu finden, oft stark klimatisiert und relativ leer. Die meisten Menschen kaufen an der Straße oder auf dem Markt ein. Vor allem ist uns das in Dambulla aufgefallen. Hygieneartikel sind relativ teuer genauso wie Sonnencreme. Einheimsiches Mückenspray hingegen war sehr wirkungsvoll und ok im Preis. Für Wasser und Kekse für zwischendurch wurde man hier fündig.
Die von uns gewählten Unterkünfte hatten immer Frühstück inklusive wobei Rührerei mit Toast die Konstante darstellte. Oft gab es frisches Obst, Linsencurry, Reisnudel-Pancakes oder Kurkuma-Crêpes dazu. Polsambol zum Würzen fand sich überall. Kontinentales Frühstück bedeutete meist extrem süße und künstlich aussehende Marmelade auf Toast weshalb wir immer das einheimische Frühstück wählten und uns überraschen ließen.


