Usedom entdecken
Da im Frühjahr schon Inselurlaub auf Rügen an der Reihe war, fehlte nun noch die benachbarte Insel Usedom um die Erkundung der vorpommerschen Ostsee zu vervollständigen.
Auch wenn Usedom nur die zweitgrößte aller deutschen Inseln ist, so hat sie mindestens genauso viele schöne Naturhighlights und Ausflugsmöglichkeiten zu bieten wie die Konkurrenz. Aufgrund der Lage kann man hier deutschlandweit mit die meisten Sonnenstunden in einem der drei Kaiserbäder (Bansin, Heringsdorf, Ahlbeck) oder der kleineren Seebäder wie Koserow, Ückeritz, Zempin oder Zinnowitz genießen. Die größte Stadt der Insel ist allerdings schon auf polnischem Boden: Swinemünde.
Was mich immer wieder begeistert sind die Wälder, die in die Dünen übergehen und somit direkt am Meer enden. Es geht immer eine leichte Briese, weicher heller Sandstrand soweit das Auge reicht und die beständige Hintergrundmusik „Wellenrauschen“ und „Möwen“ runden einen perfekten Aufenthalt ab. Man kann weit ins Meer hineinlaufen, sich in die Wellen werfen und doch vor sich hinträumen, da sich die Menschen gut entlang der langen Strände verteilen. Perfekt alle Mal für Familien mit Kindern, die hier unbegrenzt Strandburgen bauen können. Fisch-Fans kommen definitiv in einer der vielen kleinen Räuchereien und Fischverkäufe auch auf Ihre Kosten.
Richtig entspannen am Meer
Um so richtig die Seele baumeln zu lassen sollte man typischerweise an der Ostsee direkt mal einen Strandkorb mieten. Der Vorteil ist Sonnen- und Windschutz, sowie die Annehmlichkeit die Fußbank auszuziehen oder direkt im XXL Korb sich auszubreiten. Kleine Klapptische lassen Platz für den Kaffee oder ersten Cocktail während das Holzgestell perfekt genutzt werden kann zum Badesachen trocknen. Seit 1882 gibt es das Sitzmöbelstück für den Strand – ein echtes Ostsee Original, wurde es doch in Warnemünde von Bartelmann eigens für eine rheumakranke Dame angefertigt.
Vor allem in Zinnowitz haben wir die Erfahrung gemacht, dass alle zentrumsnahen (nahe der Seebrücke) gelegenen Vermietungen bereits ab 11 Uhr wieder schließen und man keine Möglichkeit hat noch einen Strandkorb danach zu ergattern. Selbst die angegebenen Rufnummern haben uns bei der Suche am Nachmittag nicht weitergeholfen. Die perfekte Alternative bietet daher nur die eigene Strandmuschel. Der Kostenfaktor für einen Tag liegt bei 9-12€ je nach Anbieter.
Wie in mittlerweile fast allen Orten mit größerem touristischen Angeboten, zahlt man auch hier Kurtaxe pro Tag und Person. Wer dies nicht direkt in seiner Unterkunft begleichen kann, hat die Möglichkeit an Automaten in Strandnähe dies nachzuholen. Diese dient dazu alle öffentlichen Duschen und Toiletten, sowie Anlagen an der Promenade und im Ort sauber und gepflegt zu halten.
Das Wichtigste auf einen Blick
Um auf die Insel zu gelangen gibt es mit dem Auto die Möglichkeit via Anklam/ B110 in den südlichen Teil zu gelangen. Wer im nördlichen Teil der Insel seine Herberge hat sollte den Weg über Wolgast wählen. Hier gibt es allerdings die Öffnungszeiten der Peenebrücke zu beachten. Vor allem in der Hochsaison kann man mitunter mehr als eine Stunde benötigen um auf oder runter von Usedom zu kommen.
Klassisch gibt es vor allem viele Ferienzimmer und Ferienwohnungen in allen Orten der Insel. Diese werden vorrangig privat vermietet. Daher lohnt es sich Telefonnummern zu recherchieren und direkt Kontakt zum Vermieter aufzunehmen.
Einige kleinere Hotels und Appartmentvermietungen haben sich etabliert. Vor allem in den Kaiserbädern wird man, was höherklassike Unterkünfte angeht fündig – muss aber auch mit mehr Trubel im Ort selbst rechnen.
Vom frischen Fischbrötchen auf die Hand bishin zu schicken Restaurants entlang der Promenade mangelt es an ncihts. Mittlerweile gibt es sogar indische, grieschiche und viele mediterrane Küchen um jeglichen Besucher glücklich zu machen. Es empfiehlt sich vor allem für die Abendzeit einen Tisch zu reservieren.
Bäcker und Cafés sind alle paar Meter zu finden, auch die Auswahl an Supermärkten ist groß. Besonders gut sind die Sonntagsöffnungszeiten der Supermärkte für alle Anreisenden.
Aus aktuellem Anlass:
Nun waren wir inmitten schwieriger Zeiten hier und konnten dennoch ohne große Beschränkungen einen tollen Sommerurlaub hier verbringen. Natürlich geht es nur mit Maske in den Bäcker, Supermarkt und andere Länden. Jedoch hatte man in den Orten, auf den Radwegen und am Strand nicht das Gefühl bedrängt zu sein oder in der Masse unterzugehen. Überall sind Hinweisschilder aufgestellt, Bodenmarkierungen angebracht und zu hoffen das der menschliche Verstand wach und aufmerksam ist.



