Städtetrip nach Oslo
Sommertage am Fjord
07/09/15
Durch Hurtigruten habe ich bereits so einige Ecken Norwegens kennen lernen dürfen- doch die Hauptstadt fehlte noch. Daher wurden jetzt relativ spontan die Koffer gepackt, eine Freundin geschnappt und auf ging es wieder in den Norden. Norwegen lässt mich einfach nicht los, also Städtetrip nach Oslo! Bei Sonnenschein und blauem Himmel landen wir etwas außerhalb von Oslo am Flughafen Gardermoen. Ein sehr moderner Bau mit viel Glas und Holz. Mit dem Zug sind wir kurz darauf im Zentrum und keine 5min später am Hotel. Man merkt wieder wie fortschrittlich die Norweger sind, denn es gibt hier keine typische Rezeption. Alles läuft über eine Art Tablet. Somit dauert der Check-in keine 2min und die Zimmerkarte wird frisch vom Automaten gedruckt. Das Zimmer ist super und wir beschließen unsere Fahrkarte noch etwas auszunutzen und fahren mit der Trikk (Straßenbahn) Richtung Holmenkollen. In dieser treffen wir auf ein deutsches Aupair, welche uns rät bis zur Endhaltestelle „Frognerseteren“ hoch zufahren. Der Blick schon aus der Straßenbahn auf den Oslofjord ist traumhaft. Wir starten also frohen Mutes unsere Wanderung runter zur neuen Skisprungschanze und werden immer wieder von Mountainbikefahrern und Downhillexperten überholt. Waghalsig sind auch die Sommer-Skilangläufer, welche uns in kurzen Abständen umfahren. Unser Weg führt erst über Stock und Stein durch kleine Wäldchen, später durch hübsche Holzhaus- Wohnsiedlungen. Wir genießen bei Sonne das Panorama Oslos und laufen unbemerkt knappe 2,5 Std. bis zum Vigelandpark (wieder im Stadtzentrum). Dieser wunderschöne Skulpturenpark ist hübsch bepflanzt, es duftet nach Rosen. Schon bei unserer Ankunft empfanden wir, dass es unglaublich viele sportliche Menschen in Oslo gibt. Hier im Vigelandpark haben wir das Gefühl den ganzen Sportgruppen, Joggern und Fitnessjunkies fast im Wege zu stehen. Zum Glück sind wir heute auch schon so einige Kilometer gewandert- denke ich. Den Abend lassen wir gemütlich ausklingen, laufen die große Karl-Johanns-Gate zurück zum Hotel und schlafen gut.


Inselhopping
08/09/15
Mit frischem Kaffee und einem Croissant besteigen wir in den Morgenstunden die stylische Oper. Wiedermal sind wir überrascht wie schnell man zu Fuß überall in Oslo sein kann. Wir entscheiden uns für den Blick auf die vorgelagerten Inseln und genießen die Ruhe. Schon fast merkwürdig in einer Hauptstadt zu sein und dennoch fast alleine auf dem begehbaren Dach einer der Hauptattraktionen zu sitzen. In aller Ruhe schlendern wir dann am „Barcode“ (einer architektonisch sehr interessanten neuen Stadtteils) vorbei hin zur alt-ehrwürdigen Festung Akerhus. Diese alte Anlage mit Kanonen auf dem Schutzwall beeindruckt mit ihren schicken kleinen Holzhäusern am Rand des großen Haupthauses. Uns ergibt sich ein toller Blick auf den Hafen Oslos, das Rathaus und die andere Uferseite mit dem Stadtteil Aker Brygge. Wir lassen und die Sonne ins Gesicht strahlen und genießen diese Idylle. Gemütlich geht unsere Tour dann weiter in das Rathaus und zum Nobelpreis- Zentrum. Punkt 12 Uhr sitzen wir auf einer Fähre- unser Ziel: Inselhopping! Wir entschließen uns erst einmal eine große „Rundfahrt“ zu machen um dann anschließend auf der Hauptinsel Hovedøya zu laufen. Dort geht es über grüne Wiesen, Stock und Stein hin zu alten Festungs- und Munitionshäusern aus vergangenen Tagen. Sogar Schafe kreuzen unseren Weg, bevor wir mutterseelenallein an wohl einem der schönsten Flecken der Insel ankommen. Der Ausblick ist traumhaft- kleine Segelboote ziehen an uns vorbei, das Wasser plätschert und wir schauen auf bunte Holzhäuser anderer Inseln. Wir beschließen hier unsere Mittagspause zu machen, schnappen uns unsere Bücher und ein Kvikk Lunsj (das norwegische Kittkatt und beste Wanderverpflegung). Später besuchen wir noch die Insel Lindøya und befinden uns gefühlt im Urwald- folgen einfach nur schmalen Trampelpfaden durch ein Naturreservat und genießen einfach nur diese einmalige Landschaft. Nach 5 Stunden intensivem Insel erkunden nehmen wir wieder die Fähre. Vorbei an einem kleinen Leuchtturm schaukeln wir gemächlich zurück in den Hafen. An diesem Punkt merken wir unsere Füße und beschließen einen Zwischenstopp im Hotel. Für den Abend haben wir überlegt das moderne Grünerløkka zu erkunden. Mit der Straßenbahn sind wir relativ fix mittendrin. Es schaut aus wie einige Stellen im Prenzlauer Berg, kleine Cafés und Restaurants, Vintageläden und kleine Parks. Wir laufen entlang des Flusses (sogar einen größeren Wasserfall gibt es hier) zu einer besonderen Straße mit alten Holzhäusern, welche wohl mit die ältesten in Oslo sein sollen. Auf anraten eines Freundes kehren wir im „Fru Hagen“ ein. Ein sehr schön eingerichtetes Restaurant mit halbwegs akzeptablen norwegischen Preisen. Wir entscheiden uns für ein leckeres Fischgericht und lassen das Tagesgeschehen Revue passieren.




Bummel durch die Stadtviertel
09/09/2015
Und wieder beginnt ein Tag perfekt mit frischem Kaffee, Croissant und Sonnenschein. Erstes Ziel heute ist der Botanische Garten in der Nähe des Stadtviertels Tøyen. Tolle Pflanzen und Wasserläufe machen diesen kleinen Park mit steilen Hängen zu einem besonderen Plätzchen! Entspannt laufen wir durch diese grüne Oase und folgen später dem Fluss ein Stück aufwärts bis zur Damsrodet. Eine kleine Straße mit alten Holzhäuser, die auf jeden Fall einen Spaziergang wert ist. Weiter durch ein paar Gassen erreichen wir dann die National Galerie. Unter dem Motto „Livets Dans“ (Tanz des Lebens) ist hier zur Zeit eine schöne Ausstellung anzusehen mit vielen bekannten Künstlern wie Munch, Cézanne, Monet, Picasso etc. Passend 13:30 Uhr sitzen wir vor dem Schloss und können Augenzeugen des norwegischen „Changing the guards“ werden. Mit einem Spielmannszug und zwei voran reitenden Polizisten dauert dieses Spektakel relativ lang, ist aber spannend zu beobachten. Ein Päuschen gönnen wir uns im Slottsparken. Danach stehen Aker Brygge und Tjuvholmen auf unserem Programm. Hierbei handelt es sich um ein sehr modernes Viertel, welches architektonisch sehr der Hamburger Hafencity ähnelt. Zwischen 2005 und 2014 wurden hier mehrere Apartmenthäuser, Museen und Bootsanleger gebaut, um der Stadt Oslo wieder eine tolle Hafenansicht zu bieten. Dieses Viertel beeindruckt nicht nur mit seinem Design (viel Glas und Holz, aber auch Backsteingebäude), sondern auch wieder mit vielen kleinen Holzstegen und -terrassen, welche einen grandiosen Blick auf die Fjordinseln gewähren. Gemütlich lassen wir uns hier nieder und genießen die Ruhe. Es ist faszinierend in einer so ruhigen und idyllischen Hauptstadt unterwegs zu sein! Zum späten Nachmittag durchqueren wir die Gassen links und rechts der Karl-Johanns gt., bummeln durch ein paar Läden und begutachten das Nationaltheater, das wunderschöne Parlamentsgebäude und die Osloer Domkirche. Für unser Abendbrot entschließen wir uns eine Salatbar aufzusuchen. Mit unserem Grünzeug ziehen wir dann nochmal auf die Oper, das Panorama von dort hat uns einfach zu gut gefallen! Genüsslich lassen wir nun den Abend ausklingen- sehr schade, dass doch unser Kurztrip morgen ein Ende hat. Um noch einmal ein wenig die Beine zu vertreten entscheide ich mich alleine die Wasserfront abzulaufen und den Sonnenuntergang mit Fjordblick zu genießen.






