Wildes Treiben in Yangon
Zum Glück wartet schon ein herzlicher Burmese auf mich und bringt mich zur Unterkunft. 35 Grad , keine Wolke – daran muss man sich erstmal gewöhnen. Die Autofahrt dauerte anstatt 30 min (laut Google maps) über 1h 15min da die hier Auto fahren wie die letzten Menschen . Geborene Rennfahrer, ohne Furcht jemanden um zunieten. Der Wahnsinn aus Mitfahrerperspektive!
Angekommen habe ich dann gleich meine Mädels gefunden und dann musste erstmal auf der Dachterrasse gequatscht werden. Es war erst 12 Uhr also Pläne für den Tag geschmiedet und durch die Innenstadt zu Fuß, Frauen kochen auf dem Bordstein, Männer kauen Betel,Kinder rennen umher -alle wollen Geschäfte machen aber nicht aufdringlich. Alle lächeln einen an, freundliche Atmosphäre und ein Verkehr ,der es unmöglich macht Straßen zu überqueren. Die Shwedagon Pagode ist die größte ihrer Art hier in Myanmar und die goldene Stupa leuchtet weit in die Ferne – alles Gold! Schuhe müssen ausgezogen werden und dann ging es über die heißen Steine einmal um die großen und kleineren Tempel und Buddha Statuen. Beeindruckende andere Kultur und die Geschichten dazu würden die jetzt hier den Rahmen sprengen. Danach brauchten wir Schatten und eine frische Kokosnuss. Bisschen geschlendert durch die umliegenden Viertel, spannendes anderes Land. Im angrenzenden Park sind wir noch spazieren gewesen. Viele verschiedene Palmen und Orchideen, diverse Obstsorten gedeihen hier. Kleine Brücken überqueren den See und letztendlich kehren wir in ein schönes Restaurant ein. Gemütlich lassen wir den Abend mit asiatischem Essen ausklingen und freuen uns auf spannende drei Wochen Rundreise Myanmar und Thailand.

3/11/2017
Nach geruhsamer Nacht , im klimatisierten 8. Stock unseres Hostels gefrühstückt. Zur Auswahl standen Toast mit Marmelade, Nudeln mit Gemüse oder Nudeln mit Hähnchen und Melone. Wir hatten uns für Nudeln mit Gemüse entschieden und genossen die Aussicht auf den großen Fluss und die vollen Straßen. Das Hupkonzert nimmt selbst in den Abendstunden kein Ende. Unser Ziel war der Hauptbahnhof von Yangon, denn wir hatten schon viel von der Circleline gehört. Mit diesem alten ausrangierten japanischen Zug fuhren wir innerhalb von drei Stunden einmal rings um die Stadt. Die Hitze wurde mit der Zeit immer unerträglicher aber nicht wir konnten interessante Einblicke gewinnen in das Alltagsleben hier . Je weiter wir die Innenstadt verließen je ländlicher wurde es. Nassfelder, Hochbeete und leider auch ganz viel Müll. Wenn etwas ganz schrecklich ist ,dann das jeder hier alles stehen und liegen lässt wo er mag und es keine organisierte Müllentsorgung gibt. Im Zug selbst sitzt man an den Seiten und jede Station steigen Händler ein und aus und handeln mit ihren Eiern , die frischem Obst oder Erdnüssen. Sie tragen große Körbe oder Tablets auf ihren Köpfchen bereit um jeden Preis zu feilschen. Wir haben uns für Drachenfrucht, Orangen und Pomelo entschieden. So frisch, so lecker hilft es uns dann unsere Taschen nach der großen tour zu packen. Wir duschen ein letztes mal auf der Dachterasse unserer Unterkunft und lassen uns dann zum Busbahnhof bringen. Mal wieder sind wir fasziniert von diesem Verkehrschaos. Hupen und ohne Rücksicht auf Verluste wird hier ein rennen nach dem anderen veranstaltet. Für knapp 20km brauchen wir fast zwei Stunden , das kostet Nerven. Glücklicherweise kennt unser Fahrer unsere Busgesellschaft und liefert uns rechtzeitig ab. Die Sonne ist bereits kurz nach 18 Uhr untergegangen und wir wollen heute über Nacht bis nach Bagan, Ca 10 Stunden Fahrt sind angesetzt und dann plötzlich Strom weg. Unser erster Stromausfall in Myanmar, ich hatte schon viel eher damit gerechnet. Nachdem es wieder Licht gibt steigen wir in den Bus ein und sind positiv überrascht, sehr viel Platz für jeden und es gibt Decken und Snacks.
Wie wir unsere 3 Tage in Bagan verbracht haben liest du hier.
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