Küstenwanderung bei Dranske und Kap Arkona
Von Dranske nach Kreptitz am Meer entlang
Eine weitere tolle Wanderung führte uns in den Norden Rügens. Nachdem Jasmund Nationalpark und auch Glowe hinter uns lagen, war es Zeit sich nach Dranske zu wagen. Auch dieser Fleck der Insel war mir bisher verborgen geblieben doch die Beschreibung lockte uns. Schon bei der Anfahrt sehen wir Kites am Himmel tanzen bei Wiek und als wir in Dranske mitten im Ort parken fegt schon der Wind ordentlich durch unsere Haare. Große dunkle Wolken ziehen auf und vorsichtshalber stecken wir die Regenjacke ein.
Ausgangspunkt unserer Tour ist der kleine Weg neben dem Restaurant „Kleine Meerjungfrau“, welcher uns direkt ans steinige Ufer bringt. Von hier aus eröffnet sich schon ein toller Ausblick auf die Insel Hiddensee samt Leuchtturm. Wir biegen nach rechts ab entlang der halbhohen ocker-farbenen Steilküste und werden von umher schwirrenden Schwalben begrüßt. Bis hin zu der hölzernen Treppe laufen wir über die großen Steine. Ab der Treppe schlängelt sich der Weg durch hohe Gräser und Wildblumen, sodass wir im ersten Moment nicht sicher sind ob wir richtig laufen. Doch schließlich entwickelt sich der Trampelpfad zu einem versteckten Küstenweg entlang einiger Getreidefelder und halbhoher Bäume. Nach einer Weile mündet der schmale Weg auf einem Feld und mit geübtem Blick erkennt man die Spuren und bleibt immer parallel zur Küstenlinie. Als dann einige Treppen zur Küste hinunter führen kommen uns auch die ersten Menschen wieder entgegen. Ziel und gleichzeitig Umkehrpunkt unserer Tour ist ein Campingplatz/ kleines Bistro „Ostseewind“ bei Kreptitz.
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Hier sind wir inmitten des Naturschutzgebietes Nordwestufer Wittow und Kreptitzer Heide, die Heide blüht und Schafe schauen durch die Gräser. Vom Bistro aus links gibt es einen kleinen Wendekreis mit Mülleimer und dahinter einen Weg direkt zur Küste. Hier an den Informationtafeln könnte man durch Holztore noch weiter laufen und hinunter zur steiningen Küsten gelangen. Wir entscheiden uns allerdings aufgrund der Wetterlage und den ersten Tropfen bereits hier umzukehren und eine der nächsten Treppen zu nehmen und den Rückweg am Wasser fortzusetzen. Für Hühnergott-Sammler definitiv ein Paradies, denn hier gibt es nur Steine in jeglicher Größe, Form und Farbe. Erstaunlich viele tote Fische liegen direkt an der Wasserkante, entweder der Sturm hat sie angespült oder den vielen Möwen ist mittlerweile der Appetit vergangen. Immer wieder kann man Hiddensee am Horizont sehen und in einer durch Steilwand geschützen Ecke den Wellen zuschauen und ein Picknick abhalten. Für die gesamte Runde haben wir gemütliche 3 Stunden benötigt mit samt aller Fotostopps und Trinkpausen zum Seele baumeln lassen.




Ein kurzer Abstecher nach Kap Arkona
Motiviert möchte ich noch weiter ans Kap Arkona und fahre die Alleenstraße ab Altenkirchen zu auf die beiden Leuchttürme. Kurz vor meinem Ziel wird mir das touristische Ausmaß bewusst, denn die Alleenstraße endet in einem großen Parkplatz mit separaten Bus-, Camping- und PKW Spuren. Pauschal soll hier 5,50€ bezahlt werden. Nach Putgarden selbst kommt man so nur zu Fuß bzw. als Anlieger. Das es bereits kurz vor 18 Uhr ist beschließe ich umzukehren und vertage diese Tour auf meinen nächsten Rügenbesuch, der hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt.


- Kostenfreie Parkplätze in Dranske
- Festes Schuhwerk von Vorteil
- Keine Toiletten unterwegs


