Grenada
Mit dem Kajak entlang der Küste
11/26/2015
Ein traumhaft schöne grüne Insel. Der Regenwald streckt sich bis in das Meer hinein und dazwischen leuchten die Häuser und Hütten in bunten Farben. Meine erste Erkundung geht per Glasbodenkajak entlang der Küste bis hin zum Unterwasserskulpturenpark. Mein Guide und ich verstehen ums auf Anhieb gut. Immer locker bleiben meint er und das Leben genießen. Er arbeitete einst in der Ölfirma von Grenada, gab diesen Job aber auf um auf dem Wasser sein eigener Herr zu sein. Er hat deutsche Nachbarn und bedankt sich mehrfach während der Tour dafür, dass Deutschland Grenada hilft eine Medizinische Universität zu bauen und auch bei landwirtschaftlichen Projekten hilft. Zur Weltmeisterschaft hat seine Nachbarschaft unsere Nationalelf angefeuert beim Public viewing berichtete er später. Also ging unsere Paddeltour mit guter Unterhaltung zu verschiedenen Riffen. Durch den Glasboden konnten wir alles genau beobachten und größere Fischschwärme sehen. Bunte Korallen in allen Variationen, sowie weiße und Schwarte Seeigel kamen in unser Blickfeld. Der Skulpturenpark wurde einst künstlich errichtet und zeigt einem Kreis aus 14 Personen, welche Hand in Hand stehen und somit Einheit und Gemeinschaft symbolisieren. Nach diesem etwas aktivieren Trip ging es nachmittags mit einem Boot zu einer der schönsten Buchten von Grenada. Hier konnten wir Stand Up Paddling machen und uns hinter einem Speedboot auf einer aufblasbaren Couch hinterher ziehen lassen. Super viel Spaß hatten wir diese knapp drei Stunden, bis wir zum Sonnenuntergang wieder im Hafen ankamen. Ziemlich perfekter Tag auf dem Wasser!



Abenteuerliche Wanderung zum Wasserfall
1/20/2016
Morgens gegen 7uhr schaue ich aus dem Fenster, Sonne pur und strahlend blauer Himmel, es wird wohl ein guter Tage denke ich. Kurze Zeit später sammle ich meine kleine Wandergruppe und unseren Guide im Hafen ein. Er lächelt und erzählt mir es gäbe eine Planänderung, ich bin hellaufbegeistert. Er lotst uns durch einen von Autos befahrenen Tunnel in den schönen alten Stadtteil mit kleiner Marina. Zwei Speedboote holten uns ab und rasend schnell ging es über das karibische Meer zur Halifax bay. Tolle Ausblicke auf Grenadas verlassene Buchten, Pelikane begleiteten uns, fliegende Fische konnten wir beobachten. In einer verlassenen Bucht mit zwei Tankerwracks machen wir Stopp. Alle schauen wir uns fragend an, werden wir hier mitten im Nichts ausgesetzt?! Der Guide lächelt und erklärt, dass bereits unsere Busse oben an der Straße bereit stehen. Welche Straße frage ich mich. Das Boot legt rückwärts am Sandstrand an, ein Surfbrett wird auf zwei alte Autoreifen gelegt und fertig ist unsere Rampe zum Aussteigen. Durch ein Stück Regenwald erreichen wir dann unsere kleinen Transporter und fahren weiter in das Inselinnere. Abenteuer pur! Nach 20min dann endlich am Ausgangspunkt unserer Wasserfall -Wanderung angekommen übernimmt Paul (aus Grenada) die Leitung und wir durchqueren mindestens 7 mal einen Gebirgsbach, kämpfen uns durch kniehohes Gras, naschen frische tropische Früchte vom Baum und springen von Stein zu Stein. Das letzte Stück vor unserem Wasserfall klettern wir auf allen Vieren. Endlich geschafft genießen wir die Frische des herabstürzenden Wassers, beobachten schwarze Schrimps, welche hier unter den Steinen leben. Nach ein paar Minuten totaler Entspannung realisiere ich erstmal wieder wo ich eigentlich bin und was für ein Glück ich habe das alles gerade erleben zu können.





Überwachsender Vulkankrater und Seven Sisters
Heute heißt es die Seven Sisters erwandern. Diese Wasserfälle befinden sich in einem Stück Regenwald der besonders Bambus- lastig ist. Auch hier ist die Anfahrt schon das größere Abenteuer! Ähnliche steile Straßenlage, nur das diesmal immer nur ein Auto Platz auf der Fahrbahn hatte. Das heißt es wird vor den Kurven immer gehupt , damit der Gegenverkehr weiß es kommt etwas auf ihn zu. Die Theorie klingt ganz gut , nur schien sich kaum jemand daran zu halten und so wurde jede Kehre hoch ins Gebirge zum Krimi. Mit geschlossenen Augen überlebte ich die Fahrt zum ersten Stopp am Grand Etang. Dies ist der Vulkankrater des ehemals aktiven Vulkans von Grenada und heute von Regenwald umzingelt und mit Wasser gefüllt. Diese geologische Besonderheit beeinflusst natürlich auch die Böden, sodass hier fast alle Gewürze der Erde wachsen. Von Zimt bis Zitronengras, von Safran bis Muskatnuss. Der erste Teil der Wanderung führt durch Obstplantagen, vorbei an Ziegen und Mangoos (Erdmännchen ähnliche Tiere). Danach bekam jeder einen Wanderstock aus Bambus und auf ging die Schlammtour. Bis wir die Wasserfälle erreicht hatten hatte ich die Erde bis in die Kniekehle. Nach knapp 1,5 Stunden erreichten wir die Kaskaden und konnten uns darin etwas erfrischen. Mutige sprangen den Wasserfall hinunter, darauf verzichtete ich heute ausnahmsweise.





Gewürze und Rumproduktion
Generell lohnt sich auf Grenada neben den ganzen Wasserfällen auch die Muskatnuss- und Rumproduktion anzuschauen. Überall auf der Insel wächst und gedeihen so viele Gewürze und Früchte, das Grenada den Beinamen Gewürzinsel trägt. Das erste Mal in meinem Leben sehe ich hier Ananaspflanzen, Cashewnussbäume und komme in die Gelegenheit eine Kakaofrucht zu pflücken und direkt zu verkosten. Ich bin völlig überwältigt von der bunten Vielfalt. Die Fabriken sind rudimentär ausgestattet, überall stapeln sich die Muskatnusssäcke. Hinweisschilder, dass Kartenspielen während der Arbeit verboten sind, hängen an den großen Pfeilern.









