Willemstadt
Inselwelten,  Karibische Inseln

Curacao

Willemstad

Bunt, bunter, Curacao. Eine hübsche Häuserkette im neoklassizistischen und barokken Stil liegt direkt gegenüber unserem Schiff. Palmen wehen im Wind , kleine Boote schaukeln auf der Hafeneinfahrt. Unweit liegt ein schönes Fort im Stadtteil Otrabanda, bis zu sieben Meter dicke Mauern aus Korallenstein beschützten einst die Stadt vor den Spaniern, Engländern und Piraten. Willemstad war die Hochburg des Sklavenhandels und im Maritimen Museum kann man die ganze dunkle Geschichte auf spannende Art und Weise nachvollziehen. Gelegenheit dazu hatte ich am Abend bei einem sehr informativen Spaziergang mit einer älteren Dame holländischen Ursprungs. Spannend in Otrabanda ist auch der schwimmende Markt, bei dem Fischer ihre Waren direkt vom Boot aus verkaufen. Wer das bummeln mag ist hier ebenso gut aufgehoben, denn viele europäische Läden haben mittlerweile auch hier geöffnet.

Highlight der Stadt ist die Königin Emma Brücke. Diese auf 16 Pontons schwimmende Brücke wird für jedes Schiff öffnet und somit  müssen Fußgänger auf der Brücke und an den Ufern im Stadtteil Otrabanda und im Zentrum Punda warten. Nachts war diese Brücke bereits mit weihnachtlicher Dekoration versehen und so leuchteten Lichterketten in diversen Farben auf das Wasser während im Hintergrund eine Live Band tolle Sambarhytmen spielte. In Otrabanda tobt das Leben, vor allem im Vergleich zu den anderen zwei ABC Inseln. In Punda steht das Fort Amsterdam, welches heute Sitz der Regierung von Curacao ist. Seit 2010 ist die Insel autonom und gehört dennoch zu dem Königreich der Niederlande.

Eines vormittags nehme ich an einer Küstentour teil. Es ging mit einem Boot gegen die Wellen 30min entlang der Küste zum Sea Aquarium. Dieses Meerwasseraquarium hat seine Fische direkt aus Curacao und Umgebung. Haifütterung, Delphine und riesige Meeresschildkröten beeindruckten besonders, werfen aber auch die Frage auf ob das denn unbedingt notwendig ist. Ich hatte zu dem noch das Glück mit einem Meeresbiologie-Studenten eine Führung durch diese openair Anlage zu bekommen. Nach drei Stunden Meeresbewohner gucken ging es dann  zum schneeweißen Sandstrand (Mambo Beach) rund um die Ecke, welcher mit Palmen gesäumt war. Ein Fleckchen wie aus dem Bilderbuch, mit kleinen Beachbars und guter karibischer Musik. Leguane kreuzten ab und zu den Weg. Hier kann man gut verweilen. Im Hintergrund dieser Bucht ziehen immer mehr Läden und Gastronomie.

Willemstadt
Königin Emma Brücke
Schwimmender Markt
Mamboo Beach
Christoffels Park
Boka Tabla
Christoffelspark

Christoffelspark im Norden

Der Norden der Insel besteht hauptsächlich aus schroffer Küste und dem Christoffels Park, welcher als Naturschutzgebiet eingetragen ist. Wenige Straßen aber dennoch eine handvoll Wanderwege gehen durch das Gebiet, welches sich bis zum Westpunt zieht. Der Boka Table ist einer der besonders sehenswerten Orte im Park. Spritzen einem hier hohe Wellen entgegen, pfeift der Wind direkt über die Küstenkante. Die Bokas generell sind schmale durch das Meer geformte Buchten, in denen man aufgrund der Strömung und hohen Wellen vom Baden absehen sollte (zumindest auf der nord-östlichen Inselseite). Ebenso lohnt sich die Wanderung auf den Christoffelsberg für die wunderschöne Aussicht. Festes Schuhwerk ist im gesamten Park zu empfehlen, selbst wenn man zu den Buchten Grote Knip und Kleine Knip möchte geht es teils über Stock und Stein. Wer eine etwas ruhigere Badebucht sucht ist meines Erfahrung nach im Norden auch besser aufgehoben als im Süden der Insel.

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