Julian Rocks
Reiseroute Teil 1 - Australien,  Australien

Gold Coast: Roadtrip, Byron Bay & Unterwasserparadies erleben

Nach der entspannten Zeit an der Sunshine Coast geht es für mich weiter Richtung Süden zur berühmten Gold Coast. Doch dieser Abschnitt hält weit mehr bereit als nur Strände: von hippen Surfspots bis hin zu spekakulären Tauchgängen wird auch diese Etappe sehr abwechslungsreich.

Gold Coast – Skyline, Surf & subtropisches Klima

Nun geht es also südlich von Brisbane weiter mit dem Auto entlang der Küste. Schon von weitem beeindruckt die Skyline der Gold Coast, die mit ihren Hochhäusern tatsächlich ein wenig an Miami erinnert. Die Region erstreckt sich über mehr als 50 Kilometer Küstenlinie und ist bekannt für ihre langen Sandstrände, perfekten Surfbedingungen und über 300 Sonnentage im Jahr. Gleichzeitig sorgt das subtropische Klima aber auch immer wieder für schnelle Wetterumschwünge was ich direkt zu spüren bekomme. Der Wind ist kräftig und ich halte immer wieder an Aussichtspunkten, um die Küste auf mich wirken zu lassen, bevor ich mein Airbnb in Strandnähe beziehe.

 

Spannend: Mit der Überquerung der Grenze nach New South Wales ändert sich nicht nur die Landschaft leicht, sondern auch die Zeitzone plötzlich sind es wieder 10 Stunden Zeitunterschied zu Deutschland. Für die nächsten Tage heißt es: lange Strandspaziergänge, Wellen beobachten und einfach mal durchatmen zumindest zwischen den Regenschauern. In Casuarina ist es ruhig und ein langer menschenleerer Strand gehört für die nächsten Tage vor allem mir allein. In Reichweite liegen die schönen Aussichtspunkte Norries Headland Boardwalk mit seinem umliegenden Strand Cabarita sowie der Hastings Point, wo es sich gemütlich weitere Stunden am Strand lang flanieren lässt.

Gold Coast Skyline
Casuarina Strand
Gold Coast Hastings Point

Byron Bay & Julian Rocks – Delfine, Leuchtturm & Unterwasserwelt

Die Weiterreise führt mich nach Byron Bay einem der bekanntesten Orte Australiens. Ähnlich wie Noosa ist Byron unglaublich beliebt, nur vielleicht noch ein bisschen alternativer, spiritueller und kreativer (und leider sehr sehr voll).

Der Ort liegt am östlichsten Punkt des australischen Festlands, markiert durch den berühmten Cape Byron Leuchtturm. Von hier aus hat man nicht nur einen fantastischen Blick auf den Pazifik, sondern mit etwas Glück auch Delfine oder sogar Wale (je nach Saison). Mein Sonntag startet entspannt mit einer Yoga-Session, bevor ich mich auf eine Küstenwanderung mache und tatsächlich: Ich beobachte eine ganze Zeit lang eine Delfinschule im Wasser. Ein Moment, den man nicht plant und nie vergisst. Um dem Trubel von Byron noch etwas zu entfliehen widme ich mich dem Küstenwanderweg von Ballina bis Lennox Head und laufe mehrere Abschnitte über grüne Wiesen bei herrlicher Aussicht. Zum Abschluss des aktiven Tages gibt es einen großen Flat White im Café Williams Street und ein paar Schritte barfuß durch den wunderschönen Strandabschnitt davor.

Am nächstenTag geht es für meine Tauchgänge früh morgens nach Brunswick Heads und von dort hinaus zu den Julian Rocks, einem geschützten Meeresreservat. Die Felsen sind die Spitze eines unterseeischen Vulkans und gelten als einer der besten Tauchspots Australiens, da hier tropische und gemäßigte Meeresströmungen aufeinandertreffen.

Unter Wasser fühlt es sich wirklich an wie bei Findet Nemo: Schildkröten (Green & Loggerhead), bunte Rifffische, orange und blaue Seesterne, Rochen (Bull Ray & Eagle Ray) und sogar zwei verschiedene Haiarten (Leopard Sharks & Wobbegong Sharks) ziehen an uns vorbei ein absolut magisches Erlebnis. Dank der tollen Begleitung durch Rod und Rebecca aus Jervis Bay gibt es fantastische Aufnahmen. Mehr Einblicke in diese einmalige Unterwasserwelt findet ihr bei Rod auf Insta & Facebook („SouthCoastDiver“) – es lohnt sich!

Byron Bay Wanderung
Byron Bay Gold Coast
Coastal Walk Lennox Head
red lionfish
Tauchen Schildkröte
Kofferfisch
Blauer Seestern
Lemonshark

Tamborine Mountain – Regenwald im Hinterland

Nach so viel Küste geht es für mich zur Abwechslung ins Landesinnere nach Tamborine Mountain. Nur etwa eine Stunde von der Gold Coast entfernt verändert sich die Landschaft komplett: Statt Meer erwarten mich dichter Regenwald, Wasserfälle und angenehm kühlere Temperaturen. Die Region liegt auf einem alten Vulkanplateau und ist Teil des sogenannten Scenic Rim, einer besonders fruchtbaren und grünen Region in Queensland.

Mein Airbnb liegt mitten im Grünen, umgeben von Eukalyptus- und Avocadobäumen. Vogelgezwitscher rund um die Uhr und ein klarer Sternenhimmel machen diesen Ort zu einem echten Rückzugsort. So mitten im dichten Grün vergisst man schnell den Lärm der Welt. Mir gefällt es sehr, wie die Wege und kleinen Nischem im botanischen Garten von Tamborine Mountain direkt einladen, die Gedanken schweifen zu lassen, sich in Dankbarkeit zu üben und daran erinnern diese besondere Natur für zukünftige Generationen zu bewahren. Ich nutze die weitere Zeit für mehrere Wanderungen rund um den Ort – allesamt eher kurze Touren von bis zu 1,5 Std und fast immer hab ich den Weg/Wald ganz für mich allein:

  • Palm Grove Circuit
  • MacDonald Walk
  • Curtis Falls (einer der bekanntesten Wasserfälle der Region)

Tamborine ist auch bei Einheimischen ein beliebtes Ausflugsziel was man an den vielen kleinen Cafés und Souvenirshops merkt. Etwas sticht ganz besonders in der Häuserzeile raus: ein deutscher Kuckucksuhrenladen mitten im australischen Regenwald, der auch Schogetten und Rittersport Schokolade verkauft.

Tamborine Mountain Botanischer Garten
Curtis Falls Tamborine
Tamborine Mountain Wanderung

Fazit: Kontraste zwischen Küste, Regenwald & Unterwasserwelt

Dieser Teil meiner Reise zeigt mir einmal mehr, wie vielseitig Australien ist:

  • moderne Küstenstädte an der Gold Coast
  • entspannte Hippie-Vibes in Byron Bay
  • tropischer Regenwald im Hinterland
  • und schließlich ein Unterwasserparadies wie bei „Findet Nemo“

Jeder Ort hat seinen eigenen Charakter und genau diese Mischung macht den Roadtrip entlang der Gold Coast so spannend.


Die letzten Tage meiner Australien Rundreise sind angebrochen und so geht es nochmal hoch nach Queensland den berühmten Inseln und Tauchgebieten auf der Spur.

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert