Einmal um die halbe Welt
Meine Reise auf die Südhalbkugel
Es gibt diese Orte auf der Weltkarte, die man immer wieder anschaut. Es gibt Momente im Leben, die einen prägen. Und dann kommt irgendwann alles zusammen und man merkt – jetzt geht es los.
In der siebsten Klasse im Fach Geographie hielt ich einen Vortrag über Australien, plante eine Reiseroute dazu und war stolz auf meine damals noch Projektor-Folien mit all den Tieren. In der Vorbereitung sagte ich zu meinem Papa, dass ich irgendwann genau diese Reise machen will.
Zum Ende meines Bachelor-Studiums wollte ich unbedingt für Hurtigruten arbeiten und war so glücklich dort meine Abschlussarbeit schreiben zu können. Diese Firma kombiniert Logistik und Tourismus. Sie bietet Expeditionen mit Wissenschaftlern zu den entlegensten Orte an. Seitdem ich dort engagiert war, steht eine Reise in die Antarktis ganz oben auf meiner Wunschliste.
In meinem Arbeitszimmer hängt seit Jahren eine große Weltkarte auf der ich mit Pins markiere, wo ich schon war. Ich schaue fast täglich darauf und erfreue mich an all diesen Erinnerungen, Geschichten und Bildern die direkt in den Kopf kommen.
Und dann ging es los
Nichts im Detail plant. Nicht viel organisiert. Aber im Kopf immer wieder diese Wünsche und Ideen.
Für mich lag diese Sehnsucht für eine längere Auszeit südlich des Äquators.
Wenn das Meer nicht nur ein Wochenendziel ist, sondern Teil des Alltags wird.
Wenn Weite nicht nur ein Wort, sondern ein Horizont ist, der kein Ende kennt.
Ich will nicht möglichst viel sehen.
Ich möchte ankommen.
In Landschaften, die größer sind als jeder Gedanke.
In Gesprächen, die bleiben.
In Momenten, die man nicht planen kann.
Die Südhalbkugel war für mich mehr als ein Reiseziel.
Ein bewusster Schritt raus aus der vertrauten Ordnung – hinein in Weite, Wärme und neue Fragen.
Und so begann im Februar 2026 nun meine Sabbatical – Reise.
Langsam.
Ohne Druck.
Aber mit einem offenen Herzen & ganz viel Lust auf Abenteuer 🙂