Costa Rica – La Fortuna
Costa Rica beginnt nicht leise. Es beginnt warm, grün und intensiv. Unsere Backpackingreise durch das Land haben wir – wie so oft – komplett selbst geplant und zusammengestellt. Kein Rundum-sorglos-Paket, sondern Transfers, Unterkünfte und Touren auf eigene Faust. Genau so fühlt sich Reisen für uns richtig an.
Ankunft in San José – Hitze, Chaos und Vorfreude
Schon beim Aussteigen am Flughafen in San José schlug uns die Wärme entgegen: rund 30 Grad, feuchte Luft und dieses Gefühl, plötzlich sehr weit weg von zu Hause zu sein. Unser vorab organisierter Transfer klappte reibungslos – ein echter Luxus nach einem langen Flug.
Die Fahrt führte uns über kurvenreiche Straßen, vorbei an sattgrünen Hügeln und dichten Wäldern, immer weiter Richtung Norden bis nach La Fortuna. Schon unterwegs wurde klar: Costa Rica ist kein Land, das man nur sieht – man spürt es.
Da wir vor der Abreise keine Zeit mehr hatten, Geld zu tauschen, improvisierten wir direkt nach der Ankunft. Mit dem Taxi ging es zur Bank, Geld abheben, und den Fahrer konnten wir ganz unkompliziert direkt bezahlen.
La Fortuna – 3 Tage Natur pur
Für La Fortuna hatten wir drei Tage eingeplant – und das war genau richtig. Schon am ersten Morgen wurden wir von der Natur geweckt: Vogelstimmen, feuchte Luft und der erste Blick auf den Vulkan Arenal, der ruhig und mächtig über der Landschaft thront.
Zum Frühstück gab es typisch costa-ricanisch Spiegelei und Bohnen – simpel, sättigend und überraschend gut. Danach ging es direkt los: steile Wege, dichte Vegetation und unser erster Wasserfall.
Der Weg zur Catarata Río Fortuna war abenteuerlich: rutschige Pfade, eine kleine Flussquerung und irgendwann ein Loch im Zaun, das uns schließlich den Weg freigab zu einem atemberaubenden Blick auf den Wasserfall. Das Wasser stürzte tosend in die Tiefe, umgeben von sattgrünem Dschungel – ein Moment, der sich tief einprägt. Als Bonus entdeckten wir sogar einen Tukan, der ruhig zwischen den Bäumen saß, als wäre er Teil einer Kulisse.
Am Nachmittag holten wir uns erstmal eine lokale SIM-Karte – ein kleiner, aber wichtiger Schritt, um unterwegs flexibel zu bleiben.
Rio Celeste – Blau, das fast unwirklich ist
Am nächsten Tag klingelte der Wecker früh. Wir standen rechtzeitig zum Sonnenaufgang auf, genossen die kühle Morgenluft und wurden pünktlich von unserem Tourguide abgeholt. Der Ausflug zum Río Celeste im Tenorio-Nationalpark war vorab geplant – und eines der absoluten Highlights der Reise.
Der Weg führte uns tief in den Regenwald. Wir hatten viel Zeit zum Wandern, Beobachten und Staunen. Das Wasser des Río Celeste ist tatsächlich so intensiv blau, dass es fast unwirklich wirkt.
Unterwegs entdeckten wir zahlreiche Vögel, mehrere Tukane und sogar einen Nasenbären, der neugierig unseren Weg kreuzte. Auf der Rückfahrt dann noch ein letzter Wow-Moment: Affen, die sich durch die Bäume bewegten, scheinbar völlig unbeeindruckt von uns.


