Ankommen in Australien
Ungeplanter Zwischenstopp: 24h in Dubai
Eigentlich sollte alles anders beginnen.
Australien war das erste große Ziel auf unserer Route durch die Südhalbkugel. Rote Erde. Weite. Ein kompletter Perspektivwechsel.
Doch statt im Flieger Richtung Down Under zu sitzen, standen wir nachts am Gate in Dubai – 20 Minuten zu spät für unseren Anschlussflug.
Also entschieden wir uns, die Situation genauso zu nehmen, wie sie war: 24 Stunden später weiterfliegen. Und dafür 24 Stunden Dubai.
Und ganz ehrlich? Wir haben uns die Vorfreude nicht nehmen lassen.
Eine Stadt, die sich neu erfunden hat
Vor rund 13 Jahren war ich schon einmal hier. Damals gab es noch Wüstenflächen und Brachland zwischen den Hochhäusern.
Heute wirkt es, als hätte jemand die Skyline einfach weitergedacht – höher, größer, glitzernder. Dubai fühlt sich an wie ein Ort, der keine Pause kennt. Ein Kontrastprogramm zu dem, was uns eigentlich erwartete. Aber genau das machte diesen Zwischenstopp so besonders.
Spontan durch die Superlative
Um das Beste aus unserem ungeplanten Aufenthalt zu machen, entschieden wir uns für eine spontane Stadtrundfahrt – einmal durch das Dubai der Rekorde.
Die Al Farooq Omar Bin Al Khattab Moschee, gebaut nach dem Vorbild der Blauen Moschee in Istanbul. Das ikonische Segel des Burj Al Arab – ein Luxushotel, das seinesgleichen sucht. Irgendwie surreal zu wissen, dass hier einer der teuersten Cocktails der Welt serviert wird – 7.500 Dollar, serviert in einem goldenen, mit Diamanten besetzten Glas. Dubai eben. Weiter ging es auf „The Palm“, eine der großen künstlichen Inseln. Allein der äußere Ring misst 11km – allein diese Zahl ist beeindruckend. Am Ende thront das Atlantis The Palm. Und dann: Burj Khalifa.
Wir standen darunter, Nase in der Sonne, Kopf im Nacken, und versuchten, diese Dimension zu begreifen. Das höchste Gebäude der Welt wirkt fast unwirklich, wenn man direkt davor steht.
In der Dubai Mall entdeckten wir nebenbei ein riesiges Aquarium und eine Eislaufbahn – Dinge, die man hier offenbar einfach baut, weil man es kann. Allerdings kann man sich hier auch super verlaufen, wir haben ewig gebraucht einen Ausgang zu finden um die Fontänenshow abends noch zu sehen. Dann ging es nachts weiter nach Adelaide.
Australien – Ankommen in Adelaide
Zwölf Stunden später landeten wir in Adelaide – müde, aber voller Vorfreude.
Unser ursprünglicher Plan, direkt weiter nach Kangaroo Island zu reisen, musste kurzfristig gestrichen werden. Manchmal meint es der Reisebeginn anders als gedacht.
Ankunft in Adelaide & Start unserer Camper Tour
In Adelaide haben wir uns erstmal SIM Karten besorgt und zu Fuß die Stadt erkundet. Von der historischen State Library aus ging’s durch den Park am Fluss und die ersten neuen Tiere kennenlernen. Aufgrund der vielen Flughunde in den Bäumen und einer möglichen Krankheitsübertragung war der botanische Garten leider gesperrt. Nachmittags hat es uns an den Strand gezogen, da die Sonne für uns schien 🙂
Nun sind wir mit unserem rollenden Zuhause als Camperanfänger in Adelaide gestartet und haben uns erstmal an den Linksverkehr gewöhnt, was einfacher war als gedacht. Als wir Adelaide mit dem Camper verlassen wird es erstmal hügelig, und später dann folgen lange Strecken durch karge Buschlandschaften bis nach Keith.
Dort haben wir einen süßen und so sauberen Platz gefunden inmitten von Eukalyptus Bäumen und hunderten von Kakadus. Der kleine Ort hat sogar ein Reformer Pilates Studio, zwei Banken, Buchladen, Freibad und einen Supermarkt und 3 Tankstellen – alles für ca. 1000 Einwohner 😉
Bei 26 Grad genießen wir unsere Melone unter freiem Himmel und sind ganz happy mit der ersten Fahrt.
P.s. Wir hatten ein Camper Upgrade bekommen und sind jetzt sogar mit Klo und Dusche unterwegs, allerdings auch dafür mit 6m Wagenlänge.
Nächster Stopp: Mount Gambier & Great Ocean Road
In Keith wurden wir am Morgen vom Kakadu Orchester zum Sonnenaufgang vor 6 Uhr geweckt und dann ging es wieder los, entlang einer einzigen Straße. Es ging durch Eukalyptus Alleen, Weinanbaugebiete und Kiefernwälder, was ganz idyllisch war.
Nach 2 Stunden Fahrt pausierten wir am Blue Lake in Mount Gambier, der in wunderschönen Blautönen schimmert. Allerdings entscheiden wir uns bei 30 Grad die Tour kurz zu halten und schauen uns noch das Stadtzentrum an. Nach lecker Kaffee und Kuchen ging es weiter Richtung Küste.
Bei Nelson überschreiten wir nun die Grenze und damit Zeitzone nach Victoria und haben somit 10Std Zeitunterschied zu Deutschland.
Auf dem weiteren Weg an der Küste machen wir spontan einen Abstecher nach Bridgewater zu den Blowholes.
Eine wunderschöne Aussicht aufs Meer und tosende Wellen, und der Gedanke, dass da am Horizont irgendwo die Antarktis sein muss, macht uns still. Wir hatten dieses Fleckchen Erde ganz für uns zur einsetzenden Abenddämmerung und konnten sogar unser erstes lebendes Känguru sehen!
Begeistert von Tieren und der Landschaft ging unsere Panoramafahrt in Narrawong zu Ende. Bei einem Strandspaziergang lassen wir den Tag ausklingen und machen es uns im Camper gemütlich.
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